{"id":233404,"date":"2026-10-26T15:45:00","date_gmt":"2026-10-26T14:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/?p=233404"},"modified":"2026-10-23T21:47:33","modified_gmt":"2026-10-23T19:47:33","slug":"jugendbeteiligung-starken-gemeinden-beraten-uber-die-zukunft-der-jugendarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/de\/2026\/10\/26\/jugendbeteiligung-starken-gemeinden-beraten-uber-die-zukunft-der-jugendarbeit\/","title":{"rendered":"Jugendbeteiligung st\u00e4rken: Gemeinden beraten \u00fcber die Zukunft der Jugendarbeit"},"content":{"rendered":"<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><strong>Rund 100 Gemeindejugendreferentinnen und -referenten sowie B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister aus S\u00fcdtirol kamen am 23. Oktober im NOI Tech Park in Bozen zusammen. Im Mittelpunkt standen die Beteiligung junger Menschen, verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen f\u00fcr die Jugendarbeit und neue M\u00f6glichkeiten demokratischer Mitgestaltung.<\/strong><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen Gemeinden junge Menschen st\u00e4rker in Entscheidungen einbeziehen und gleichzeitig gute Voraussetzungen f\u00fcr eine nachhaltige Jugendarbeit schaffen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Tagung der Gemeindejugendreferentinnen und -referenten, die am 23. Oktober im NOI Tech Park in Bozen stattfand. Rund 100 Personen aus mehr als der H\u00e4lfte der S\u00fcdtiroler Gemeinden nahmen teil, darunter Gemeindejugendreferentinnen und -referenten sowie mehrere B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister.<\/p>\n<p>Organisiert wurde die Veranstaltung vom <strong>Netzwerk Jugendarbeit<\/strong>, einem Zusammenschluss von netz Offene Jugendarbeit, Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, S\u00fcdtiroler Jugendring, Forum Pr\u00e4vention, Jukas Kassianeum und Youth Info. Koordiniert wird das Netzwerk vom Amt f\u00fcr Jugendarbeit.<\/p>\n<p>Im Zentrum der Tagung standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der kommunalen Jugendarbeit sowie die Frage, wie Jugendliche ihre Lebenswelt und ihre Gemeinden aktiv mitgestalten k\u00f6nnen. Ein Vernetzungsmarkt bot Gelegenheit, bew\u00e4hrte Projekte und praktische Ans\u00e4tze kennenzulernen und Erfahrungen zwischen Gemeinden und Fachleuten auszutauschen.<\/p>\n<p>Landesrat <strong>Philipp Achammer<\/strong> unterstrich die Bedeutung qualifizierter Begleitung und langfristiger Unterst\u00fctzung: \u201eEin Jugendtreff allein macht noch keine Jugendarbeit aus. Fachkr\u00e4fte und Ehrenamtliche begleiten Jugendliche und unterst\u00fctzen sie dabei, Ideen umzusetzen.\u201c Wer in die Jugendarbeit investiere, finanziere daher nicht nur R\u00e4ume und Angebote, sondern vor allem junge Menschen, die Verantwortung \u00fcbernehmen und ihre Gemeinde mitgestalten wollten.<\/p>\n<p>Fachliche Impulse widmeten sich der Zukunft der Jugendarbeit, der Demokratiebildung und der Jugendpartizipation auf Gemeindeebene. Ein besonderes Augenmerk galt dem <strong>Turbo-Jugendhaushalt<\/strong>, einem kommunalen Beteiligungsinstrument, das Jugendlichen erm\u00f6glicht, eigene Ideen einzubringen und Projekte mitzugestalten.<\/p>\n<p>Wie wichtig der Austausch zwischen den verschiedenen Ebenen ist, betonte <strong>Kathrin Maier<\/strong>, Jugendreferentin der Gemeinde Margreid. Die Veranstaltung zeige, wie notwendig die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Land und Jugendarbeit sei, um die Bed\u00fcrfnisse und Interessen junger Menschen ernst zu nehmen und daraus konkrete Initiativen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Auch <strong>Kathrin Schnitzer<\/strong>, Jugendreferentin der Gemeinde Gargazon, hob die Bedeutung der Beteiligung hervor. Jugendpartizipation sei eine wichtige S\u00e4ule f\u00fcr eine gelingende Dorf- und Landespolitik. Insbesondere durch die Finanzierungsm\u00f6glichkeit des Turbo-Jugendhaushalts w\u00fcrden Jugendliche und ihre Ideen ernst genommen. Gleichzeitig werde ihr Bewusstsein gest\u00e4rkt, eigene Anliegen und Erwartungen selbst aktiv vertreten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In zwei Workshoprunden vertieften die Teilnehmenden zentrale Themen der praktischen Jugendarbeit. Diskutiert wurden Extremismus und Radikalisierung, Nachtleben und Kulturarbeit, Pr\u00e4vention sowie Kinder- und Jugendbeir\u00e4te als konkrete Formen der Mitbestimmung.<\/p>\n<p>Die Bedeutung offener Jugendr\u00e4ume f\u00fcr das gesellschaftliche Zusammenleben unterstrich <strong>Konrad Pamer<\/strong>, Direktor des Amtes f\u00fcr Jugendarbeit. Jugendzentren, Jugendtreffs und Jugendr\u00e4ume seien Schutzr\u00e4ume, in denen junge Menschen dazugeh\u00f6ren k\u00f6nnten, ohne sich \u00fcber ein Profil, Konsum oder Leistung definieren zu m\u00fcssen. Jugendarbeit sei deshalb weit mehr als ein Freizeitangebot: Sie stelle eine wesentliche psychosoziale Infrastruktur f\u00fcr S\u00fcdtirol dar.<\/p>\n<p>Die Tagung machte deutlich, dass wirksame Jugendbeteiligung mehr braucht als einzelne Projekte oder Treffpunkte. Entscheidend sind verl\u00e4ssliche Strukturen, qualifizierte Begleitung und M\u00f6glichkeiten, mit denen junge Menschen ihre Ideen tats\u00e4chlich in kommunale Entscheidungen einbringen k\u00f6nnen. Der Austausch zwischen Gemeinden, Land und Jugendarbeit soll dazu beitragen, diese Voraussetzungen weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Im Bild: Manuela Defant (von links), Ressortdirektorin Innovation und Forschung, Museen, Denkmalpflege, Deutsche Kultur, Landesrat Philipp Achammer\/c-LPA\/Amt f\u00fcr Jugendarbeit<\/em><\/p>\n\n    <div class=\"xs_social_share_widget xs_share_url after_content \t\tmain_content  wslu-style-1 wslu-share-box-shaped wslu-fill-colored wslu-none wslu-share-horizontal wslu-theme-font-no wslu-main_content\">\n\n\t\t\n        <ul>\n\t\t\t        <\/ul>\n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 100 Gemeindejugendreferentinnen und -referenten sowie B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister aus S\u00fcdtirol kamen am 23. Oktober im NOI Tech Park in Bozen zusammen. 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Im Zentrum der Tagung standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der kommunalen Jugendarbeit sowie die Frage, wie Jugendliche ihre Lebenswelt und ihre Gemeinden aktiv mitgestalten k\u00f6nnen. Ein Vernetzungsmarkt bot Gelegenheit, bew\u00e4hrte Projekte und praktische Ans\u00e4tze kennenzulernen und Erfahrungen zwischen Gemeinden und Fachleuten auszutauschen. Landesrat Philipp Achammer unterstrich die Bedeutung qualifizierter Begleitung und langfristiger Unterst\u00fctzung: \u201eEin Jugendtreff allein macht noch keine Jugendarbeit aus. Fachkr\u00e4fte und Ehrenamtliche begleiten Jugendliche und unterst\u00fctzen sie dabei, Ideen umzusetzen.\u201c Wer in die Jugendarbeit investiere, finanziere daher nicht nur R\u00e4ume und Angebote, sondern vor allem junge Menschen, die Verantwortung \u00fcbernehmen und ihre Gemeinde mitgestalten wollten. Fachliche Impulse widmeten sich der Zukunft der Jugendarbeit, der Demokratiebildung und der Jugendpartizipation auf Gemeindeebene. Ein besonderes Augenmerk galt dem Turbo-Jugendhaushalt, einem kommunalen Beteiligungsinstrument, das Jugendlichen erm\u00f6glicht, eigene Ideen einzubringen und Projekte mitzugestalten. Wie wichtig der Austausch zwischen den verschiedenen Ebenen ist, betonte Kathrin Maier, Jugendreferentin der Gemeinde Margreid. Die Veranstaltung zeige, wie notwendig die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Land und Jugendarbeit sei, um die Bed\u00fcrfnisse und Interessen junger Menschen ernst zu nehmen und daraus konkrete Initiativen zu entwickeln. Auch Kathrin Schnitzer, Jugendreferentin der Gemeinde Gargazon, hob die Bedeutung der Beteiligung hervor. Jugendpartizipation sei eine wichtige S\u00e4ule f\u00fcr eine gelingende Dorf- und Landespolitik. Insbesondere durch die Finanzierungsm\u00f6glichkeit des Turbo-Jugendhaushalts w\u00fcrden Jugendliche und ihre Ideen ernst genommen. Gleichzeitig werde ihr Bewusstsein gest\u00e4rkt, eigene Anliegen und Erwartungen selbst aktiv vertreten zu k\u00f6nnen. 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