{"id":230458,"date":"2026-07-22T21:14:20","date_gmt":"2026-07-22T19:14:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/?p=230458"},"modified":"2026-07-22T21:14:22","modified_gmt":"2026-07-22T19:14:22","slug":"faire-lohne-als-eintrittskarte-neues-gesetz-setzt-arbeitgeber-unter-zugzwang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/de\/2026\/07\/22\/faire-lohne-als-eintrittskarte-neues-gesetz-setzt-arbeitgeber-unter-zugzwang\/","title":{"rendered":"Faire L\u00f6hne als Eintrittskarte: Neues Gesetz setzt Arbeitgeber unter Zugzwang"},"content":{"rendered":"<p class=\"isSelectedEnd\">Das neue staatliche Gesetz zum gerechten Lohn (\u201eSalario Giusto\u201c, Nr. 112\/2026) ist in Kraft und bringt neue Regeln f\u00fcr angemessene Entlohnung und Besch\u00e4ftigungsanreize. Arbeitslandesr\u00e4tin Magdalena Amhof sieht darin eine wichtige Chance f\u00fcr S\u00fcdtirol \u2013 und zugleich eine Best\u00e4tigung der Sozialpartnerschaft.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">\u201eDie neue Regelung festigt die Kollektivvertr\u00e4ge als Instrument f\u00fcr gerechte L\u00f6hne und belohnt jene Arbeitgeber, die ihre Mitarbeitenden fair bezahlen\u201c, betont Amhof. Gerade angesichts der hohen Lebenshaltungskosten in S\u00fcdtirol m\u00fcsse jeder Spielraum genutzt werden, damit gute Arbeit auch entsprechend entlohnt werde. Das st\u00e4rke die Kaufkraft und erh\u00f6he zugleich die Attraktivit\u00e4t S\u00fcdtirols als Arbeitsstandort.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Das Gesetz konkretisiert, woran sich eine angemessene Entlohnung k\u00fcnftig orientiert. Ma\u00dfgeblich sind die repr\u00e4sentativsten Kollektivvertr\u00e4ge des jeweiligen Wirtschaftssektors. Ber\u00fccksichtigt wird dabei das gesamte wirtschaftliche Paket, also der sogenannte TEC, der neben dem Grundlohn auch Zulagen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld umfasst.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Gleichzeitig soll der Druck auf die Sozialpartner steigen, Kollektivvertr\u00e4ge rechtzeitig zu erneuern. L\u00e4uft ein Vertrag l\u00e4nger als neun Monate aus, m\u00fcssen Arbeitgeber k\u00fcnftig automatisch einen Vorschuss als Inflationsausgleich zahlen. Dieser betr\u00e4gt 50 Prozent des Inflationsindex IPCA.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Eine zentrale Neuerung betrifft au\u00dferdem staatliche Besch\u00e4ftigungsanreize. Unternehmen k\u00f6nnen diese k\u00fcnftig nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie ihren Besch\u00e4ftigten den kollektivvertraglich festgelegten gerechten Lohn bezahlen.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Damit verkn\u00fcpft der Gesetzgeber die F\u00f6rderung von Besch\u00e4ftigung direkt mit fairen Arbeitsbedingungen. Unternehmen, die angemessene L\u00f6hne zahlen, sollen dadurch nicht gegen\u00fcber jenen ins Hintertreffen geraten, die sich \u00fcber niedrige L\u00f6hne Wettbewerbsvorteile verschaffen.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Zus\u00e4tzliche Transparenzregeln sollen zudem dazu beitragen, Lohndumping und ausbeuterische Arbeitsbedingungen wirksamer zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr S\u00fcdtirol, wo die hohen Lebenshaltungskosten den Druck auf Besch\u00e4ftigte und Unternehmen gleicherma\u00dfen erh\u00f6hen, k\u00f6nnte die neue Regelung damit zu einem wichtigen Instrument werden. Die Botschaft des Gesetzes ist klar: Wer von \u00f6ffentlichen Besch\u00e4ftigungsanreizen profitieren will, muss auch bereit sein, faire L\u00f6hne zu zahlen.<\/p>\n\n    <div class=\"xs_social_share_widget xs_share_url after_content \t\tmain_content  wslu-style-1 wslu-share-box-shaped wslu-fill-colored wslu-none wslu-share-horizontal wslu-theme-font-no wslu-main_content\">\n\n\t\t\n        <ul>\n\t\t\t        <\/ul>\n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue staatliche Gesetz zum gerechten Lohn (\u201eSalario Giusto\u201c, Nr. 112\/2026) ist in Kraft und bringt neue Regeln f\u00fcr angemessene Entlohnung und Besch\u00e4ftigungsanreize. 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Gleichzeitig soll der Druck auf die Sozialpartner steigen, Kollektivvertr\u00e4ge rechtzeitig zu erneuern. L\u00e4uft ein Vertrag l\u00e4nger als neun Monate aus, m\u00fcssen Arbeitgeber k\u00fcnftig automatisch einen Vorschuss als Inflationsausgleich zahlen. Dieser betr\u00e4gt 50 Prozent des Inflationsindex IPCA. Eine zentrale Neuerung betrifft au\u00dferdem staatliche Besch\u00e4ftigungsanreize. Unternehmen k\u00f6nnen diese k\u00fcnftig nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie ihren Besch\u00e4ftigten den kollektivvertraglich festgelegten gerechten Lohn bezahlen. Damit verkn\u00fcpft der Gesetzgeber die F\u00f6rderung von Besch\u00e4ftigung direkt mit fairen Arbeitsbedingungen. Unternehmen, die angemessene L\u00f6hne zahlen, sollen dadurch nicht gegen\u00fcber jenen ins Hintertreffen geraten, die sich \u00fcber niedrige L\u00f6hne Wettbewerbsvorteile verschaffen. Zus\u00e4tzliche Transparenzregeln sollen zudem dazu beitragen, Lohndumping und ausbeuterische Arbeitsbedingungen wirksamer zu bek\u00e4mpfen. F\u00fcr S\u00fcdtirol, wo die hohen Lebenshaltungskosten den Druck auf Besch\u00e4ftigte und Unternehmen gleicherma\u00dfen erh\u00f6hen, k\u00f6nnte die neue Regelung damit zu einem wichtigen Instrument werden. 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