{"id":164122,"date":"2023-07-23T05:15:00","date_gmt":"2023-07-23T03:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/?p=164122"},"modified":"2023-07-23T05:15:00","modified_gmt":"2023-07-23T03:15:00","slug":"43-gustav-mahler-musikwochen-toblach-2023-ruckblick-und-vorschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.buongiornosuedtirol.it\/de\/2023\/07\/23\/43-gustav-mahler-musikwochen-toblach-2023-ruckblick-und-vorschau\/","title":{"rendered":"43. Gustav-Mahler-Musikwochen Toblach 2023: R\u00fcckblick und Vorschau"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Nach dem \u00e4u\u00dferst erfolgreichen Er\u00f6ffnungskonzert am letzten Samstag erklang am Sonntag Wiener Schrammelmusik, aufgef\u00fchrt von den Divinerinnen, einem 7-k\u00f6pfigen Frauenensemble.<\/strong>\u00a0Am Vormittag umrahmten sie die Pflanzung einer L\u00e4rche am Mahler Komponierh\u00e4uschen in Altschluderbach, um den 80. Geburtstag von Marina Mahler, der Enkelin des Komponisten, zu feiern. .Das B\u00e4umchen gesellte sich, laut Herbert Santer, zu den ca. 50 anderen die mittlerweile das Gel\u00e4nde wieder atmosph\u00e4risch beleben. Am Abend begeisterten die Divinerinnen dann ein zahlreich erschienenes Publikum im Gustav Mahler Saal des Kulturzentrums. Dort pr\u00e4sentierte auch am Montag der junge, vielfach preisgekr\u00f6nte Cellist Narek Hakhnazarian ein anspruchsvolles Solo-Cello-Programm auf h\u00f6chst sensible Weise.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Dienstag lag der Fokus auf den Aufenthalten in Toblach nicht nur von Gustav und Alma Mahler, sondern auch von Johannes Brahms, Clara Schumann und Hugo Wolf. In einer sehr aufschlussreichen Einf\u00fchrung gingen Ferruccio Delle Cave und Gerhard Fasolt nicht nur auf deren Wanderungen, Erlebnisse und Aussagen \u00fcber verschiedene Orte im Landrotal ein, sondern gaben auch Einblicke in die Lieder des anschlie\u00dfenden Konzertes.\u00a0<strong>Der junge Bassbariton Konstantin Ingenpass, einf\u00fchlsam am Klavier begleitet von Matthias Alteheld, versetzte sich sowohl in die Welt von Brahms als auch in manche Abgr\u00fcnde des Liedwerks von Wolf<\/strong>. Dazwischen wurden Lieder von Alma Mahler dargeboten, und zum Abschluss erklangen die ber\u00fchmten &#8220;R\u00fcckert-Lieder&#8221; von Gustav Mahler, die reichlich Applaus erhielten und zwei Zugaben hervorbrachten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mahler stand auch am n\u00e4chsten Tag auf dem Programm: die zweite Symphonie, auch bekannt als &#8220;Auferstehungssymphonie&#8221;, in einer Bearbeitung f\u00fcr 2 Klaviere und Fl\u00fcgelhorn\/Trompete von Bruno Walter. Den Pianisten Gregor Meyer und Walter Zeller gelang es auf bemerkenswerte Weise, die Klangf\u00fclle eines ganzen Orchesters darzustellen, und auch die Solisten Johannes Clemens (Trompete), Arnika Steinbach (Sopran) und Henriette G\u00f6dde (Alt) brillierten.\u00a0<strong>Der Star des Abends war jedoch der GewandhausChor Leipzig, der Mahlers Auferstehungschoral auf ergreifende Weise vortrug und das Publikum im vollbesetzten Haus zu Jubelst\u00fcrmen hinriss.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Enthusiastisch applaudiert wurde auch das Busch Trio (Omri Epstein, Klavier, Mathieu van Bellen, Violine, Ori Epstein, Violoncello), das sich sowohl als Trio, als auch zusammen mit Noga Shaham (Viola) und Naomi Shaham (Kontrabass) als Quartet und Quintett pr\u00e4sentierte<\/strong>. Neben Beethovens Trio Opus 1 erklangen so Gustav Mahlers \u201eQuartettsatz&#8221;, ein Werk aus seiner Studentenzeit, und Franz Schuberts ber\u00fchmtes \u201eForellenquintett&#8221;.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ein junges Ausnahmetalent stand am Freitag auf der B\u00fchne: der Berliner Pianist Julius Asal, der solistisch wie<\/strong>\u00a0kammermusikalisch bei internationalen Festivals und prestigetr\u00e4chtigen Konzerth\u00e4usern konzertiert. Sein k\u00fcrzlich erschienenes Deb\u00fctalbum mit Werken von Sergei Prokofiev wurde vom Melomano Magazin mit \u201eGold&#8221; bewertet und es wurde f\u00fcr den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>So geht es weiter:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Film \u201eWohin ich geh&#8217; &#8211; Eine Reise mit Gustav Mahler\u201c (mit\u00a0<strong>Musicbanda Franui<\/strong>, und dem\u00a0<strong>Chor des Bayerischen Rundfunks<\/strong>) ist am 22. Juli zu sehen, bevor am Sonntag, dem 23. Juli, die musikologische Konferenz beginnt. Zwei Tage lang werden die international renommierten Musikolog:innen\u00a0<strong>Angelo Pinto<\/strong>,\u00a0<strong>Federico Celestini<\/strong>,\u00a0<strong>Carlo Serra<\/strong>,\u00a0<strong>Milijana Pavlovi\u0107<\/strong>,\u00a0<strong>Marcus Zagorski<\/strong>,\u00a0<strong>Julian Johnson<\/strong>,\u00a0<strong>Thomas Peattie<\/strong>,\u00a0<strong>Sherry Lee<\/strong>,\u00a0<strong>Mathieu Schneider<\/strong>,\u00a0<strong>Daniel<\/strong>\u00a0<strong>Grimley<\/strong>,\u00a0<strong>Raffaele Pozzi<\/strong>,\u00a0<strong>Kirsten Paige<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Paolo Somigli<\/strong>\u00a0Vortr\u00e4ge in englischer Sprache rund um das Thema\u00a0\u201eNature in Musical Modernism since Mahler&#8221; halten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Abend des 23. Juli steht wieder ein gro\u00dfes Orchesterkonzert auf dem Programm: Das deutsche<strong>\u00a0Bundesjugendorchester<\/strong>\u00a0unter\u00a0<strong>Clemens Schuldt<\/strong>\u00a0spielt Don Juan von Richard Strauss, eine Urauff\u00fchrung von Daniel Nelson (Konzert f\u00fcr Akkordeon und Orchester, mit soloist\u00a0<strong>Martynas Levickis<\/strong>), die 7. Symphonie von Sibelius und\u00a0\u201eHelix&#8221; (2005) von Esa-Pekka Salonen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neue Kompositionen stehen auch im Mittelpunkt am 25. Juli, wenn nach einer intensiven Probenphase in Toblach sechs junge Komponierende ihre Werke mit dem\u00a0<strong>El Cimarr\u00f3n Ensemble<\/strong>\u00a0und den<strong>\u00a0<\/strong>\u201e<strong>Blechzinnen&#8221;\u00a0<\/strong>unter\u00a0<strong>Clemens Heil\u00a0<\/strong>und mit der<strong>\u00a0<\/strong>Mezzosopranistin<strong>\u00a0Frances Pappas<\/strong>\u00a0vorstellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am 27 07 ist das\u00a0<strong>Mahler Orchestra Toblach<\/strong>\u00a0(Dirigentin: Sybille Werner; Anna Lucia Nardi: Mezzosopran) an der Reihe mit der Ouvert\u00fcre \u201cDie Hebriden\u201d und der \u201cItalienischen\u201c (Nr. 4 in A-Dur op.90) von Mendelssohn, Liedern von Gustav Mahler sowie der Urauff\u00fchrung \u201eWhat the Glaciers tell me\u201c von Michele Cagol.\u00a0Das\u00a0<strong>Mahler Orchestra Toblach<\/strong>\u00a0wurde 2019 aus der Idee heraus geboren, Musiker:innen aus der Region die M\u00f6glichkeit zu geben, in der von Mahler so gesch\u00e4tzten Umgebung seine Kompositionen aufzuf\u00fchren. Solistin ist die geb\u00fcrtige S\u00fcdtirolerin\u00a0<strong>Anna Lucia Nardi<\/strong>, die sich national und international sowohl auf der Konzertb\u00fchne als auch in der Oper etabliert hat.\u00a0<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das preisgekr\u00f6nte\u00a0<strong>Asian Youth Orchestra<\/strong>, das zu\u00a0&#8220;zu den besten Jugendorchestern der Welt&#8221; (San Francisco Chronicle) z\u00e4hlt, folgt am 28 07. Im Programm: die\u00a0Ouvert\u00fcre aus Ruslan&amp;Ludmilla von M. Glinka, Strawinskys Feuervogel und die Symphonie Nr. 4 von G. Mahler (Dirigent: Joseph Bastian; Lydia Teuscher, Sopran).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den Abschluss des Mahler\u2018schen Konzertreigens in Toblach bildet am 29 07 das\u00a0<strong>Euregio Jugendblasorchester<\/strong>\u00a0mit Werken von Psaier, Lortzing, Galante, Mahler, Reineke, Marquez.\u00a0Das gemeinsame B\u00fcro der Europaregion Tirol-S\u00fcdtirol-Trentino organisiert in Zusammenarbeit mit den Blasmusikverb\u00e4nden von Tirol, S\u00fcdtirol und Trentino vom 22. Juli bis 30. Juli 2023 eine Sommerwoche f\u00fcr talentierte MusikerInnen, die in Toblach stattfindet. Rund 50 Jugendliche bilden das Euregio-Jugendblasorchester 2023, das nach dem Vorbild der erfolgreichen Auff\u00fchrungen der Vorjahre wieder in den drei L\u00e4ndern der Euregio je ein Konzert auff\u00fchrt. Dirigiert wird das Euregio-Jugendblasorchester 2023 von Wolfgang Kostner, Meinhard Windisch und Franco Puliafito.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Im Bild: M\u00fcnchner Symphoniker\/c-Max Verdoes<\/em><\/p>\n\n    <div class=\"xs_social_share_widget xs_share_url after_content \t\tmain_content  wslu-style-1 wslu-share-box-shaped wslu-fill-colored wslu-none wslu-share-horizontal wslu-theme-font-no wslu-main_content\">\n\n\t\t\n        <ul>\n\t\t\t        <\/ul>\n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem \u00e4u\u00dferst erfolgreichen Er\u00f6ffnungskonzert am letzten Samstag erklang am Sonntag Wiener Schrammelmusik, aufgef\u00fchrt von den Divinerinnen, einem 7-k\u00f6pfigen Frauenensemble.\u00a0Am Vormittag umrahmten sie die Pflanzung einer L\u00e4rche am Mahler Komponierh\u00e4uschen in Altschluderbach, um den 80. Geburtstag von Marina Mahler, der Enkelin des Komponisten, zu feiern. .Das B\u00e4umchen gesellte sich, laut Herbert Santer, zu den ca. 50 anderen die mittlerweile das Gel\u00e4nde wieder atmosph\u00e4risch beleben. Am Abend begeisterten die Divinerinnen dann ein zahlreich erschienenes Publikum im Gustav Mahler Saal des Kulturzentrums. Dort pr\u00e4sentierte auch am Montag der junge, vielfach preisgekr\u00f6nte Cellist Narek Hakhnazarian ein anspruchsvolles Solo-Cello-Programm auf h\u00f6chst sensible Weise. Am Dienstag lag der Fokus auf den Aufenthalten in Toblach nicht nur von Gustav und Alma Mahler, sondern auch von Johannes Brahms, Clara Schumann und Hugo Wolf. In einer sehr aufschlussreichen Einf\u00fchrung gingen Ferruccio Delle Cave und Gerhard Fasolt nicht nur auf deren Wanderungen, Erlebnisse und Aussagen \u00fcber verschiedene Orte im Landrotal ein, sondern gaben auch Einblicke in die Lieder des anschlie\u00dfenden Konzertes.\u00a0Der junge Bassbariton Konstantin Ingenpass, einf\u00fchlsam am Klavier begleitet von Matthias Alteheld, versetzte sich sowohl in die Welt von Brahms als auch in manche Abgr\u00fcnde des Liedwerks von Wolf. Dazwischen wurden Lieder von Alma Mahler dargeboten, und zum Abschluss erklangen die ber\u00fchmten &#8220;R\u00fcckert-Lieder&#8221; von Gustav Mahler, die reichlich Applaus erhielten und zwei Zugaben hervorbrachten. Mahler stand auch am n\u00e4chsten Tag auf dem Programm: die zweite Symphonie, auch bekannt als &#8220;Auferstehungssymphonie&#8221;, in einer Bearbeitung f\u00fcr 2 Klaviere und Fl\u00fcgelhorn\/Trompete von Bruno Walter. 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Ein junges Ausnahmetalent stand am Freitag auf der B\u00fchne: der Berliner Pianist Julius Asal, der solistisch wie\u00a0kammermusikalisch bei internationalen Festivals und prestigetr\u00e4chtigen Konzerth\u00e4usern konzertiert. Sein k\u00fcrzlich erschienenes Deb\u00fctalbum mit Werken von Sergei Prokofiev wurde vom Melomano Magazin mit \u201eGold&#8221; bewertet und es wurde f\u00fcr den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. So geht es weiter: Der Film \u201eWohin ich geh&#8217; &#8211; Eine Reise mit Gustav Mahler\u201c (mit\u00a0Musicbanda Franui, und dem\u00a0Chor des Bayerischen Rundfunks) ist am 22. Juli zu sehen, bevor am Sonntag, dem 23. Juli, die musikologische Konferenz beginnt. 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Solistin ist die geb\u00fcrtige S\u00fcdtirolerin\u00a0Anna Lucia Nardi, die sich national und international sowohl auf der Konzertb\u00fchne als auch in der Oper etabliert hat.\u00a0 Das preisgekr\u00f6nte\u00a0Asian Youth Orchestra, das zu\u00a0&#8220;zu den besten Jugendorchestern der Welt&#8221; (San Francisco Chronicle) z\u00e4hlt, folgt am 28 07. Im Programm: die\u00a0Ouvert\u00fcre aus Ruslan&amp;Ludmilla von M. Glinka, Strawinskys Feuervogel und die Symphonie Nr. 4 von G. Mahler (Dirigent: Joseph Bastian; Lydia Teuscher, Sopran). Den Abschluss des Mahler\u2018schen Konzertreigens in Toblach bildet am 29 07 das\u00a0Euregio Jugendblasorchester\u00a0mit Werken von Psaier, Lortzing, Galante, Mahler, Reineke, Marquez.\u00a0Das gemeinsame B\u00fcro der Europaregion Tirol-S\u00fcdtirol-Trentino organisiert in Zusammenarbeit mit den Blasmusikverb\u00e4nden von Tirol, S\u00fcdtirol und Trentino vom 22. Juli bis 30. 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