Ukraine aus einem anderen Blickwinkel: Rede von Julija Mendel im Europäischen Parlament

Sepp Kusstatscher lädt dazu ein, die Ukraine und den Krieg aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Seiner Einschätzung nach ist die westliche Sichtweise auf den Konflikt sehr einseitig und verfolgt vor allem das Ziel, die Aufrüstung zu rechtfertigen.

Im Mittelpunkt steht Julija Mendel, eine ukrainische Journalistin, die von Juni 2019 bis Juli 2021 als Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj tätig war. Inzwischen wurde sie von Selenskyj per Präsidialerlass mit Sanktionen belegt. Als Begründung werden die Verbreitung von Desinformation und russischer Propaganda angeführt. Zudem wurde ihr der Zutritt zu einer Veranstaltung im Europäischen Parlament verwehrt.

Trotzdem wurde das beigefügte Video mit einer Rede Mendels am 16. September 2026 in Straßburg abgespielt und von zahlreichen Mitgliedern des Europäischen Parlaments angehört.

Ein zentraler Satz ihrer Rede fällt ab Minute 8:40. Mendel stellt darin die Frage, welche Strategie die Europäische Union heute unterstütze, und erklärt:

„Seien wir ehrlich: Sehr viele Menschen wollen lieber Russland zerstören als die Ukraine retten.“

Mit seinem Beitrag möchte Sepp Kusstatscher dazu anregen, diese Perspektive zur Kenntnis zu nehmen und die westliche Sicht auf den Ukrainekrieg kritisch zu hinterfragen.