Die Sommerausgabe der Straßenzeitung widmet sich dem Thema „Schwarm“ und zeigt, wie Gemeinschaft, Begegnungen und Zusammenhalt unsere Gesellschaft prägen
Ein Schwarm ist mehr als eine Ansammlung vieler Einzelner: Er steht für Bewegung, Zusammenarbeit und Verbindung. Genau diesem Gedanken widmet sich die neue Sommer-Doppelausgabe der Straßenzeitung zebra. der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt, die seit Juli in Südtirol erhältlich ist.
Unter dem Titel „Schwarm“ nimmt die aktuelle Ausgabe ein vielseitiges Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln unter die Lupe. Die Beiträge führen von faszinierenden Naturphänomenen über menschliche Begegnungen bis hin zu Fragen nach Zusammenhalt und sozialer Verbundenheit.
So erklärt die Physikerin Irene Giardina, wie es Tausenden von Staren gelingt, sich wie ein einziger Organismus durch die Lüfte zu bewegen. Weitere Geschichten führen in die Blumenwelt der Familie Schullian, beschäftigen sich mit den erstaunlichen Fähigkeiten von Bienen, tauchen in die Milliarden von Mikroorganismen eines Sauerteigs ein und zeigen Freundschaft als eine besondere Form des Widerstands.
Auch persönliche Begegnungen stehen im Mittelpunkt: Im Porträt lernen die Leserinnen und Leser Vera Kammerer kennen, die trotz Dating-Apps wie Tinder und Bumble weiterhin an die Kraft echter Begegnungen glaubt.
Doch der „Schwarm“ ist bei zebra. nicht nur ein journalistisches Thema, sondern auch gelebte Realität. Gemeinsam mit der Herausgeberin OEW sucht die Redaktion junge Menschen, die ab Oktober 2026 ihren Landeszivildienst im Projekt absolvieren möchten.
Wer sich für diesen Weg entscheidet, erhält einen besonderen Einblick in die Welt des Journalismus und in die Arbeit eines sozialen Medienprojekts. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Recherche von Themen, das Verfassen von Artikeln, die Begleitung von Interviews und Fototerminen, die Erstellung von Social-Media-Inhalten sowie die Mitarbeit an der Produktion jeder Ausgabe.
Gleichzeitig lernen die Zivildienstleistenden die Menschen hinter der Straßenzeitung kennen und erfahren, welche Bedeutung das Projekt für die rund 60 Verkäuferinnen und Verkäufer in schwierigen Lebenssituationen hat. Neben der Redaktionsarbeit gibt es auch Einblicke in weitere Bereiche der OEW – etwa Bildungsarbeit an Schulen, Veranstaltungen, Kampagnen, Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsorganisation.
„Wer neugierig ist, gerne selbstständig und kreativ arbeitet und sich gesellschaftlich einbringen möchte, ist bei uns genau richtig“, sagt OEW-Geschäftsführerin Verena Gschnell. „Ein Zivildienst bei der OEW und zebra. bietet die Chance, Verantwortung zu übernehmen, neue Talente zu entdecken und Teil eines engagierten Teams zu werden.“
Der Landeszivildienst beginnt im Oktober 2026, dauert acht bis zwölf Monate und umfasst 30 Wochenstunden. Die Teilnehmenden erhalten ein monatliches Taschengeld von 600 Euro, kostenloses Mittagessen sowie das Südtirol Pass Abo+.
Seit 2014 verbindet zebra. unabhängigen Journalismus mit einem sozialen Auftrag. Die Straßenzeitung wird von rund 60 Verkäuferinnen und Verkäufern in ganz Südtirol zum Preis von drei Euro angeboten – die Hälfte des Verkaufserlöses bleibt direkt als Einkommen bei ihnen. Zusätzlich erhalten sie sozialarbeiterische Begleitung und individuelle Beratung.
Mit der neuen Ausgabe zeigt zebra. einmal mehr, was ein Schwarm möglich macht: Viele unterschiedliche Stimmen ergeben gemeinsam ein starkes Bild von Gesellschaft, Begegnung und Solidarität.
Im Bild: Eine zebra.-Verkäuferin im Einsatz. (Foto: Julian Mair / MPreis Brixen)