Das erfolgreiche Biodiversitätsprojekt „Blumenwiesen“ startet in eine neue Phase. Mit erweiterten Maßnahmen, wissenschaftlicher Begleitung und der Unterstützung neuer strategischer Partner soll die Artenvielfalt in Südtirols Siedlungsräumen in den kommenden Jahren weiter gestärkt werden.
Nach den positiven Erfahrungen der ersten Projektphase richtet sich der Fokus nun auf den qualitativen und quantitativen Ausbau der Initiative. Bis 2029 sollen zusätzlich zu den bereits bestehenden 15.000 Quadratmetern weitere rund 50.000 Quadratmeter Rasen- und Brachflächen in artenreiche, standortgerechte Blumenwiesen umgewandelt werden. Dabei wird weiterhin ausschließlich lokal gewonnenes Saatgut verwendet, um die heimische Pflanzenwelt nachhaltig zu fördern.
Ein wesentlicher Baustein von „Blumenwiesen 2.0“ ist die Erweiterung des Partnernetzwerks. Erstmals beteiligen sich neben Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen auch landesweit tätige Unternehmen und Institutionen mit eigenen Flächen am Projekt. Zu den neuen Partnern zählen die Alperia, die STA – Südtiroler Transportstrukturen AG sowie die Abteilung Straßendienst des Landes Südtirol.
Für Alperia ist die Beteiligung ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der eigenen Nachhaltigkeitsziele. Generaldirektor Luis Amort betont, dass durch die Partnerschaft der Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt konkret vor Ort gestärkt werden können. Auch die STA sieht in den Blumenwiesen zahlreiche Vorteile: Neben einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels könnten langfristig Pflegeaufwand und Kosten reduziert werden, ohne den landschaftlichen Charakter der Flächen zu beeinträchtigen.
Die Abteilung Straßendienst des Landes Südtirol betrachtet das Projekt als Chance, neue und nachhaltige Formen der Pflege von Straßenbegleitflächen zu erproben. Damit könnten künftig ökologische und praktische Anforderungen noch besser miteinander verbunden werden.
Eine weitere Neuerung ist die Einführung eines strukturierten wissenschaftlichen Monitorings. Die Entwicklung der neu angelegten Blumenwiesen wird künftig von der Versuchszentrum Laimburg und Eurac Research begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Pflege der Flächen kontinuierlich zu optimieren und die ökologische Wirkung des Projekts langfristig sicherzustellen.
Koordiniert wird „Blumenwiesen 2.0“ vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz, während die finanzielle Unterstützung von der Stiftung Südtiroler Sparkasse getragen wird. Das Projekt vereint damit wissenschaftliche Expertise, öffentliche Verantwortung, privates Engagement und wirtschaftliche Partner in einem gemeinsamen Ziel: mehr Biodiversität, lebenswerte Siedlungsräume und den langfristigen Erhalt der Südtiroler Kulturlandschaft.
Mit der neuen Projektphase setzt Südtirol ein deutliches Zeichen für Naturschutz und Nachhaltigkeit – und zeigt, wie durch Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand konkrete Beiträge zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden können.
Im Bild (von links: Elia Guariento (Leitung Team Entomologie – Institut für Alpine Umwelt EURAC research), Lea Gibitz Lambert (Versuchszentrum Laimburg), Kathrin Madl (Leiterin Sustainability Management – Alperia AG), Kathrin Plunger (Leiterin – AG Landschaftsbau Versuchszentrum Laimburg), Edith Ploner (Verwaltungsrätin – Stiftung Südtiroler Sparkasse), Thomas Trienbacher (Alperia AG), Hanspeter Staffler
(Geschäftsführer – Dachverband für Natur- und Umweltschutz), Luis Amort (Generaldirektor – Alperia AG), Stephan Bauer (Amtsdirektor – Straßendienst Vinschgau), Marco Stabile (Betriebsdirektor – STA-Südtiroler Transportstrukturen AG), Elisabeth Pircher (Obfrau – Verein Sortengarten Südtirol), Irene Unterkofler (Projektleitung – Dachverband für Natur- und Umweltschutz)/c-Projektkonsortium „Blumenwiesen 2.0“