Paul Herbst glänzt mit 100 Punkten: Südtiroler Musiknachwuchs triumphiert bei „prima la musica“

Der diesjährige Bundeswettbewerb „prima la musica“ in Eisenstadt ist abgeschlossen – und mit ihm ein beeindruckendes Kapitel junger musikalischer Spitzenleistungen. Insgesamt 1087 Musikschülerinnen und Musikschüler aus ganz Österreich, Südtirol und Liechtenstein traten beim größten Jugendmusikwettbewerb des Landes an und stellten in Solo- und Ensemblekategorien ihr Können unter Beweis.

Auch Südtirol war stark vertreten: 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zuvor beim Gesamttiroler Landeswettbewerb im März für das Bundesfinale qualifiziert. Am Ende standen 30 solistische Beiträge – davon 11 in den anspruchsvollen Plus-Kategorien – sowie 27 Ensemblewertungen mit insgesamt 95 jungen Musikerinnen und Musikern.

Die Bilanz fällt eindrucksvoll aus: Gemeinsam mit den Tiroler Teilnehmenden konnten die Südtiroler Musikschülerinnen und Musikschüler einen großen Teil der insgesamt 113 Bundessiege erringen. Besonders herausragend war dabei ein Name: Paul Herbst.

Der Klavierschüler des Konservatoriums „Claudio Monteverdi“ in Bozen überzeugte gemeinsam mit dem Blechbläser-Ensemble Sacculum-Brass und erreichte die Höchstwertung von 100 Punkten – ein Ergebnis, das im Wettbewerb als absolute Spitzenleistung gilt und nur selten vergeben wird.

Landesmusikschuldirektorin Alexandra Pedrotti zeigte sich nach dem Wettbewerb tief beeindruckt von der Qualität der Darbietungen. Sie sprach von einem Niveau, das in einzelnen Kategorien bereits „nahezu professionell“ sei. Besonders würdigte sie den Einsatz der Jugendlichen, die neben intensiven Proben auch schulische Verpflichtungen bewältigen mussten – eine Doppelbelastung, die höchste Disziplin erfordert.

„Mit welchem technischen Niveau und musikalischen Tiefgang die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Können zum Besten geben, ist immer wieder beeindruckend“, so Pedrotti, die den Wettbewerb vor Ort in Eisenstadt besuchte.

Neben den Preisen selbst hob sie auch den pädagogischen Wert des Wettbewerbs hervor: das Feedback der Jury, der Austausch mit Gleichgesinnten und die Möglichkeit, sich auf internationalem Niveau zu messen, seien entscheidende Erfahrungen für die musikalische Entwicklung.

Ein besonderer Dank ging zudem an die Lehrpersonen sowie die Korrepetitorinnen und Korrepetitoren, die die jungen Talente auf höchstem Niveau begleitet und vorbereitet haben.

Die vollständigen Ergebnisse des Wettbewerbs sind online unter www.musikderjugend.at/prima-la-musica abrufbar.

Mit dem Erfolg von Paul Herbst und den zahlreichen weiteren Auszeichnungen bestätigt sich einmal mehr die hohe Qualität der musikalischen Ausbildung in Südtirol – und der Nachwuchs, der weit über Landesgrenzen hinaus überzeugt.

Im Bild: Paul Herbst am Klavier/c-LPA/privat