Die HELI – Flugrettung Südtirol hat bei ihrer Jahresvollversammlung am vergangenen 12. Mai eine durchwegs positive Bilanz für das Jahr 2025 präsentiert. Mit insgesamt 2.792 Einsätzen und 109.960 Flugminuten gehörte das vergangene Jahr zu den intensivsten in der Geschichte der Flugrettung des Landes.
Neben dem Rückblick auf das Einsatzjahr standen auch die Neuwahlen des Vorstandes sowie die Vorstellung der neuen Notarzthubschrauber im Mittelpunkt der Versammlung, an der zahlreiche Mitglieder, Mitarbeitende und Ehrengäste teilnahmen.
Die drei Rettungshubschrauber Pelikan 1, Pelikan 2 und Pelikan 3 absolvierten im vergangenen Jahr gemeinsam fast 110.000 Flugminuten. Die meisten Einsätze flog Pelikan 1 mit 1.066 Missionen, während Pelikan 2 mit über 41.000 Flugminuten die längste Gesamtflugzeit erreichte.
Der Großteil der versorgten Patientinnen und Patienten stammte aus Südtirol. Insgesamt wurden 1.561 Menschen aus dem Land, 316 aus dem restlichen Italien sowie 775 Personen aus dem Ausland betreut.
Präsident Ivo Bonamico, der in seinem Amt bestätigt wurde, betonte die zentrale Aufgabe der Organisation: „Unser Anspruch ist es, der Südtiroler Bevölkerung einen verlässlichen und sicheren Flugrettungsdienst zu garantieren und dann zur Stelle zu sein, wenn Menschen in Not geraten.“
Zum neuen Vizepräsidenten wurde Thomas Hellrigl gewählt.
Im vergangenen Jahr investierte die Flugrettung zudem gezielt in Technik und Infrastruktur. Der modernisierte Landeplatz der Basis Pelikan 1 in Bozen erfüllt nun höchste Sicherheitsstandards. Als erst zweiter Landeplatz Italiens erhielt er eine innovative internationale Markierung des Positionierungsbereiches.
Ein weiterer Meilenstein war die Verlängerung des Mietvertrages mit Avincis Aviation Italia für drei Rettungshubschrauber. Vorgestellt wurde dabei auch der neue Airbus H145 mit modernem Fünf-Blatt-Rotor, der künftig die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft weiter stärken soll.
Direktor Stefan Viehweider sprach von einer wichtigen Investition in Sicherheit und Zukunftsfähigkeit: „Mit der Modernisierung der Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen für einen leistungsstarken und sicheren Flugrettungsdienst.“
Auch die Aus- und Weiterbildung spielte 2025 eine zentrale Rolle. Der medizinische Leiter Marc Kaufmann hob insbesondere die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und praxisnahe Trainings hervor. Als Höhepunkt nannte er die HEMS-Trainingstage im Schnalstal mit 31 Teilnehmenden aus ganz Italien.
Unter den Ehrengästen befand sich auch Landesrat Hubert Messner, der die Bedeutung der Flugrettung für das Gesundheitswesen unterstrich. Die HELI-Flugrettung sei „ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Südtirol“ und stehe für Professionalität, schnelle Hilfe und starke Zusammenarbeit aller Rettungsorganisationen.
Nach den Wahlen, den Fachbeiträgen und der Präsentation der Leistungszahlen klang die Veranstaltung mit einer Rundschau des neuen Airbus H145 aus.