Tirol rückt eine Woche lang seine Literaturlandschaft ins Rampenlicht: Vom 16. bis 22. März 2026 präsentiert die IG Autorinnen und Autoren Tirol die erste landesweite „Woche der Tiroler Literatur“. Ziel der Initiative ist es, die große Vielfalt und Lebendigkeit der heimischen Literaturszene sichtbar zu machen – von Kinderliteratur über Historisches Drama, Poetry Slam und Roman bis hin zu experimenteller Literatur, Fantasy und Mundartdichtung. Über 60 Tiroler Autor*innen nehmen an insgesamt 36 Veranstaltungen teil und präsentieren ihre Werke auf Bühnen, in Buchhandlungen, Schulen und im öffentlichen Raum.
Die Woche zeigt Literatur in all ihren Facetten. Bereits am Montag eröffnen Lesungen von Markus Koschuh in Mils bei Hall und von Ulrike Elisabeth Sarcletti sowie Christoph W. Bauer in Innsbruck die Veranstaltungsreihe. Auch musikalische Elemente begleiten einige Lesungen, etwa die Buchpräsentation „Zeitgeist“ von Raoul Schrott und Wolfgang Muthspiel im Treibhaus Innsbruck.
Theaterproduktionen spielen eine zentrale Rolle: Das Bogentheater Innsbruck bietet Aufführungen wie „Miley“ von Sarah Milena Rendel, „Plastic Pool Paradise“ von Dominik Unterthiner sowie „Von Tauben und Menschen“ von Hannes Mallaun und „Sarahs Geheimnis“ von Thomas Strolz & Bjørn Clasen. Weitere Inszenierungen, darunter „Lila Regen“ von Dominik Unterthiner und „Pater Reinisch“ von Bernhard James Lang, laufen im Westbahntheater Innsbruck. Kleinere Bühnen wie die Aula der Volksschule Fritzens, das Dorftheater Kolsass oder die Kulissenschieber Schwaz bieten ebenfalls Theaterproduktionen und Lesungen an, wodurch die Literatur dezentral im ganzen Land erlebbar wird.
Kinderprogramme und Schulvorstellungen rücken junge Leserinnen in den Fokus. Schulvorstellungen im Bogentheater Innsbruck präsentieren Werke von Unterthiner, Mallaun und Strolz & Clasen. Kinderlesungen, Illustrationsworkshops und Theateraufführungen wie „Wie die Berge in die Welt kamen“ mit Mariam Jörer oder „Luis. Das Murmeltier, das nicht pfeifen konnte“ mit Gerhard Huber machen Literatur für die jüngsten Besucherinnen erlebbar. Auch Kindertheater wie „Die drei Muskebienen“ von Fred Salvador lädt Kinder ab fünf Jahren zu spielerischem Literaturgenuss ein.
Ein Schwerpunkt der Woche liegt auf neuen Stimmen und experimentellen Formaten. Slam Poetry, Lesebühnen wie FHK5K mit Autorinnen wie Die Bacher, Katrin ohne h und Tamara Stocker sowie Open-Mic-Sessions geben der Literatur ein lebendiges, öffentliches Gesicht. Gleichzeitig präsentieren etablierte Autorinnen wie Hans Augustin, Julia Costa oder Christine Frei ihre aktuellen Werke und zeigen die Breite der Tiroler Literaturszene.
Die Veranstaltungen verteilen sich auf zahlreiche Orte: Neben Innsbruck sind Mils, Axams, Fritzens, Fügen, Imst, Kramsach, Kufstein, Mötz, Schwaz, Stams und Wörgl zentrale Spielorte. Dabei reicht das Angebot von Lesungen über Buchpräsentationen, Workshops, Poetry Slam und Theateraufführungen bis zu Flashmobs und Literaturaktionen im öffentlichen Raum – etwa die Gedichte-Verteilung in der Innsbrucker Innenstadt am Samstag, 21. März.
Die IG Autorinnen und Autoren Tirol, unterstützt von zahlreichen Literaturvereinigungen, Buchhandlungen, Büchereien und Veranstalter*innen, gestaltet die Woche als lebendiges, dezentral organisiertes Literaturfest. Ziel ist es, Literatur als Teil des alltäglichen Lebens erfahrbar zu machen, junge Talente zu fördern und die Vielfalt der Tiroler Gegenwartsliteratur einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Weitere Informationen, das vollständige Programm sowie Downloads von Plakat, Faltblatt und Social-Media-Materialien stehen auf www.igautorinnenautorentirol.at zur Verfügung.