In Südtirol sorgt erneut die Diskussion um die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer für politische Schlagzeilen. Andreas Leiter Reber von der Freien Fraktion übt deutliche Kritik an der Landesregierung: Der Versuch, die staatlich vorgesehene Gehaltserhöhung von 140 Euro durch eine Kürzung der Landeszulage „aufzusaugen“, sei inakzeptabel und müsse zurückgewiesen werden.
Leiter Reber argumentiert, dass die Mittel, die seit Jahren im Landeshaushalt eingegangen sind, nun endlich genutzt werden müssten, um die längst überfällige Angleichung der Gehälter zu realisieren. Ziel sei es, die Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer an Grund-, Mittel- und Oberschulen auf das Niveau der Landeslehrer an den Berufsschulen zu bringen.
Kritisch sieht der Abgeordnete dabei die Aussagen von Landesrätin Magdalena Amhof, die betonte, dass eine Nicht-Aufnahme der staatlichen Erhöhung „kollektivvertraglich und gesetzlich nicht möglich“ sei. Leiter Reber hält dem entgegen: „Es stimmt, dass diese Formulierung noch im Vertrag steht – aber sie diente ursprünglich genau dem Gegenteil: den Unterschied zwischen den Gehältern der staatlichen Lehrer und der Landeslehrer zu verkleinern und nicht weiter zu vergrößern.“
Der Freie Abgeordnete fordert die Landesregierung nachdrücklich auf, die fehlenden 24 Millionen Euro über ein Finanzgesetz freizugeben. Die Gelder seien bereits seit Dezember verfügbar, ein Warten auf den Nachtragshaushalt im Juli sei nicht nötig. „Es ist an der Zeit, dass Landeshauptmann und Finanzlandesrat handeln, statt sich hinter bürokratischen Argumenten zu verstecken“, so Leiter Reber.
Mit seinem Appell stellt der Politiker klar: Südtirols Lehrerinnen und Lehrer sollen nicht länger auf die versprochene Anerkennung und Angleichung ihrer Gehälter warten – jetzt sind Taten gefragt, keine Ausreden.
Im Bild: Andreas Leiter Reber, Freie Fraktion