Zug statt Umweg, Osttirol will endlich direkt nach Innsbruck

Nach über zehn Jahren erinnert die Süd-Tiroler Freiheit an den einstimmigen Beschluss des Dreierlandtags – und fordert Tempo bei der umsteigefreien Bahnverbindung durch das Pustertal.

Mehr als zehn Jahre sind vergangen, seit der Dreierlandtag am 28. Oktober 2014 einstimmig einen klaren Auftrag erteilt hat: Die Landesregierungen von Nord- und Südtirol sollen über Verhandlungen die direkte Zugverbindung von Lienz über das Pustertal nach Innsbruck wieder einführen. Für Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, diesen politischen Willensakt erneut mit Nachdruck einzufordern.

Zimmerhofer verweist darauf, dass ein Ersatzbus-System weder eine verlässliche noch eine nachhaltige Lösung darstellt. Eine sichere, pünktliche und kundenfreundliche Verbindung könne nur auf der Schiene gewährleistet werden. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass auch die Infrastruktur angepasst werde – etwa durch zweigleisige Abschnitte auf Süd-Tiroler Seite, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen.

Der Zeitpunkt für das Projekt sei günstiger denn je: Mit der Fertigstellung des Brennerbasistunnels im Jahr 2032 verkürzt sich die Fahrzeit zwischen Bozen und Innsbruck um rund 70 Minuten auf knapp eine Stunde. Auch der Ausbau der Südbahn – mit der bereits in Betrieb genommenen Koralmbahn und dem geplanten Semmering-Basistunnel bis 2029 – eröffnet neue, attraktive Bahnverbindungen und sorgt für eine spürbare Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.

Umso unverständlicher sei es, so Zimmerhofer, dass das Süd-Tiroler Pustertal bislang von dieser Entwicklung ausgeschlossen bleibe. „Wir von der Süd-Tiroler Freiheit werden uns weiterhin mit Nachdruck für die Umsetzung dieses wichtigen Projekts der Europaregion Tirol einsetzen“, betont der Abgeordnete abschließend.

Die Forderung ist klar: Zurück auf die Schiene – und zwar ohne Umsteigen.

Im Bild: Bernhard Zimmerhofer