Hoch über Innsbruck empfing am Donnerstag, den 8. Jänner 2026, die Tiroler Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann ihre Amtskollegen Arnold Schuler aus Südtirol und Claudio Soini aus Trentino zu einem Arbeitsgespräch. Im Mittelpunkt standen die Abstimmung kommender Termine, die Weiterentwicklung des Dreier-Landtages sowie eine engere Verzahnung mit der Euregio Tirol–Südtirol–Trentino.
Zu Beginn erläuterte der Europarechtsexperte Walter Obwexer mögliche Satzungsänderungen der Euregio und die rechtlichen Spielräume für eine vertiefte Zusammenarbeit der Landesparlamente. Ledl-Rossmann, Schuler und Soini zeigten sich offen für die Einbindung in eine geplante Reformarbeitsgruppe des Euregio-Präsidenten Anton Mattle, die konkrete Vorschläge für die Zukunft erarbeiten soll. „Das heutige Treffen hat einmal mehr verdeutlicht, dass wir uns für die Zukunft einen starken und handlungsfähigen Dreier-Landtag wünschen. Maßnahmen, die dies fördern, unterstützen wir ausdrücklich“, erklärte Ledl-Rossmann.
Als sichtbares Beispiel erfolgreicher grenzüberschreitender Kooperation wurde der Euregio-Lawinenwarndienst auf der verschneiten Innsbrucker Seegrube vorgestellt. Der Lawinenreport, der nun in seine achte Wintersaison geht, liefert noch genauere lokale Einschätzungen der Lawinengefahr und bindet erstmals auch Kärnten ein. Ein neu eingerichteter WhatsApp-Channel ermöglicht es, aktuelle Warnungen direkt aufs Smartphone der Bevölkerung zu bringen. „Lawinen und andere Naturgewalten machen an Grenzen nicht halt. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Zivilschutz schützt Leben“, betonte Arnold Schuler, Präsident des Südtiroler Landtages.
Im Anschluss verständigten sich die Landtagsspitzen auf den weiteren Fahrplan, darunter die nächste Sitzung der Interregionalen Landtagskommission im Frühjahr 2026. Ziel ist es, den Dreier-Landtag weiter zu stärken und die Zusammenarbeit innerhalb der Euregio systematisch auszubauen – ein klares Signal für mehr grenzüberschreitende Kooperation im Alpenraum.
Im: Arnold Schuler