KI, Konflikte, Kursklima: So macht sich die VHS Südtirol fit für morgen

Beim Kursleitenden-Tag 2026 standen künstliche Intelligenz, professioneller Umgang mit Konflikten und eine positive Lernatmosphäre im Mittelpunkt. Die VHS Südtirol stärkt damit jene, die jährlich das vielfältige Weiterbildungsangebot mitgestalten.

Wie verändert künstliche Intelligenz die Erwachsenenbildung? Wie lassen sich schwierige Situationen im Kurs professionell bewältigen? Und was braucht es, damit Lernen in einer angenehmen Atmosphäre gelingt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der diesjährige Kursleitenden-Tag der VHS Südtirol unter dem Motto #miteinanderfürmorgen.

Einmal im Jahr wechseln die Kursleitenden die Rolle: Sie sind nicht selbst diejenigen, die Wissen vermitteln, sondern Gäste und Lernende. Im Mittelpunkt des Treffens standen Wissensvermittlung, fachlicher Austausch und neue Perspektiven für die tägliche Arbeit in der Erwachsenenbildung.

„Der Kursleitenden-Tag ist ein zentraler Baustein unserer Qualitätsentwicklung. Gerade in Zeiten rasanter Veränderungen – etwa durch KI – braucht es Räume für kritische Auseinandersetzung und Weiterbildung“, betonte Direktorin Barbara Pixner bei der Begrüßung.

Eröffnet wurde der Tag mit dem Impulsvortrag „Konflikte meistern – Situationen professionell lösen“. Anschließend konnten die Teilnehmenden aus drei Workshops wählen, die unterschiedliche Herausforderungen des Kursalltags aufgriffen.

Claudia Murgia widmete sich unter dem Titel „Sicher auftreten in herausfordernden Situationen“ dem professionellen Umgang mit schwierigen Momenten. Ruth Rieder beschäftigte sich mit der Frage, wie durch die innere Haltung der Kursleitung von Beginn an ein positives Lernklima entstehen kann. Ihr Workshop trug den Titel „Wohlfühl-Kultur im Kurs. Die innere Haltung wirkt – ein gutes Kursklima von Beginn an“.

Wie künstliche Intelligenz als Unterstützung in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden kann, zeigte Augusto Bernardi im Workshop „KI als intelligente Unterstützung im Kursalltag“. In allen drei Gruppen entstanden wertvolle Impulse und anregende Diskussionen, die beim abschließenden Umtrunk intensiv fortgesetzt wurden.

Wie wichtig die Weiterbildung der Kursleitenden für die Qualität des gesamten Angebots ist, zeigt deren zentrale Rolle bei der VHS Südtirol. Jährlich engagieren sich mehr als 500 Kursleiterinnen und Kursleiter und gestalten mit ihren Ideen und Kompetenzen ein breit gefächertes Programm. Dieses reicht von Geschichte, Kunst und Sprachen über berufliche Bildung und Gesundheitsthemen bis hin zu Bewegungskursen, Kreativworkshops und zahlreichen weiteren Angeboten.

„Es ist uns ein großes Anliegen, alle Kursleiterinnen und Kursleiter in ihrer Arbeit in der Erwachsenenbildung zu begleiten und auch mit entsprechender Weiterbildung zu unterstützen“, unterstreicht Maria Kuen, Leiterin des Bereichs Planung & Innovation an der VHS.

Neben dem jährlichen Austausch setzt die VHS auch auf eine fundierte Ausbildung für angehende und aktive Erwachsenenbildner. Ab November wird erneut der Lehrgang „Train the Trainer – Ausbildung zur Kursleitung“ angeboten.

Die Teilnehmenden erarbeiten dabei ihr eigenes Kurskonzept und erwerben die methodisch-didaktischen Grundlagen für die Erwachsenenbildung. Ergänzt wird die Ausbildung durch praxisrelevante Themen wie Gruppendynamik, Rhetorik, Selbstmarketing und steuerrechtliche Aspekte für eine nebenberufliche oder selbstständige Tätigkeit.

Mit dem Kursleitenden-Tag und dem Ausbildungslehrgang setzt die VHS Südtirol auf kontinuierliche Weiterbildung, neue Impulse und den Austausch innerhalb ihres Netzwerks – damit auch künftig ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Kursangebot entstehen kann.

Im Bild (v. l.): Claudia Murgia, Workshopleiterin „Sicher auftreten in herausfordernden Situationen“, Ruth Rieder, Workshopleiterin „Wohlfühl-Kultur im Kurs“, Angelika Mayr Fischnaller, Präsidentin der VHS Südtirol, Barbara Pixner, Direktorin der VHS Südtirol, Maria Kuen, Leiterin des Bereichs Planung und Innovation, und Augusto Bernardi, Workshopleiter zum Thema KI