20 Objekte, 20 Museen und jede Menge Geschichten, die sonst verborgen bleiben: Die neue Fernsehreihe „Museen und Sammlungen in Südtirol. Das geheime Leben“ rückt jene Schätze ins Rampenlicht, die normalerweise hinter den Kulissen aufbewahrt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur außergewöhnliche Sammlungsobjekte, sondern auch die Menschen, die sie bewahren, erforschen, zusammentragen und vermitteln.
Das Amt für Museen und museale Forschung hat dafür aus den Einsendungen der Südtiroler Museen und Sammlungen 20 Objekte aus 20 verschiedenen Häusern ausgewählt und thematisch miteinander verbunden. In insgesamt zehn Beiträgen werden sie in den kommenden Monaten vorgestellt.
„Museen sind das Gedächtnis unseres Landes. In ihren Sammlungen bewahren sie Zeugnisse unserer Geschichte, unseres Alltags und unserer kulturellen Entwicklung. Vieles davon bleibt der Öffentlichkeit normalerweise verborgen“, sagt Landesrat Philipp Achammer. Die Sendereihe richte den Blick auf diese oft unsichtbaren Objekte und auf jene Menschen, die das kulturelle Erbe erforschen, bewahren und für kommende Generationen sichern.
Den Auftakt machen zwei besonders ungewöhnliche Objekte: eine erst kürzlich im Kloster Marienberg in Schlinig/Mals wiederentdeckte dreigesichtige Christusdarstellung und eine Teiser Kugel aus dem Mineralienmuseum Teis in Villnöß. Die erste Folge wird am Montag, 14. September, auf RAI Südtirol im Rahmen des Magazins „Kompass“ ausgestrahlt und am 11. Oktober auf RAI Alto Adige im Morgenprogramm wiederholt.
Die „Madonna in der Teiser Kugel“ ist gerade einmal 3,5 mal 6 Zentimeter groß. In ihrem Inneren sind mehr als zehn verschiedene Mineralien eingeschlossen. Die dreigesichtige Christusdarstellung aus Marienberg wiederum gilt als Zeugnis des Volksglaubens und soll die Dreifaltigkeit darstellen.
In den weiteren Folgen geht es unter anderem um Objekte aus dem Pharmaziemuseum Brixen, dem Bergwerk Villanders, dem Naturmuseum, dem Kleinen Museum Lana, dem Frauenmuseum, dem Diözesanmuseum, dem Touriseum, der Villa Freischütz, dem Museion, dem MuseumHinterPasseier, dem Museum Gherdeina, dem Dorfmuseum Aldein, dem Ultner Talmuseum, dem Volkskundemuseum in Dietenheim, dem Südtiroler Bergbaumuseum, dem Museum Zeitreise Mensch, dem Lanserhaus Eppan und dem Vintschger Museum.
Produziert wurden die Beiträge von Mediaart, redaktionell verantwortlich ist Adina Guanieri. „Die Sendereihe ist eine gute Gelegenheit, die Vielfalt der Arbeit mit Sammlungsobjekten und die Menschen, die museale Strukturen mit Begeisterung füllen und dies vermitteln, vorzustellen“, sagt der stellvertretende Direktor des Amtes für Museen und museale Forschung, Manuel Gatto.
Dabei sollen die Objekte mehr sein als bloße Ausstellungsstücke: Sie erzählen von vergangenen Zeiten, gesellschaftlichen Veränderungen und künstlerischem Schaffen, aber auch von alten Handwerkstechniken, Erfindergeist und menschlicher Kreativität.
Die vollständige Liste der präsentierten Objekte und beteiligten Museen sowie die Sendebeiträge werden ab Ende 2026 auch im Landeswebportal im Bereich „Museen“ abrufbar sein.
Foto/c-Landesamt für Museen und museale Forschung/Agostino Fuscaldo