Fast 9.000 Menschen auf Hilfe angewiesen: Südtirols Tafeln verteilen 903 Tonnen Lebensmittel

Rund 43 Lebensmitteltafeln gibt es in Südtirol. Sie unterstützen Menschen, die mit ihren finanziellen Mitteln kaum über die Runden kommen. Im vergangenen Jahr haben die Tafeln in Südtirol fast 9.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt.

Die Zahlen zeigen die Dimension der Hilfe: In ganz Trentino-Südtirol wurden 2025 mehr als 1.755 Tonnen Lebensmittel gesammelt und verteilt, davon rund 903 Tonnen in Südtirol. Die Daten präsentierte Luca Merlino, Präsident der Landestafel/Banco Alimentare Trentino-Südtirol, bei einem Treffen mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer und Astrid Wiest, Direktorin des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion.

Pamer kennt die Arbeit der Tafeln auch aus eigener Erfahrung. Sie hat selbst viele Jahre bei der Psairer Lebensmitteltafel mitgearbeitet. „Die Lebensmitteltafeln zeigen, wie sozialer Zusammenhalt mit Leben gefüllt werden kann“, betonte die Landesrätin.

Beim Treffen ging es auch um die Zukunft der Lebensmittelhilfe. Durch die Teilnahme an europäischen Programmen könnten die Vorräte gezielter und vielfältiger aufgestockt werden. Die Landestafel will die lokalen Trägervereine dabei unterstützen.

Eine wichtige Gelegenheit zum Auffüllen der Vorräte ist der jährliche Aktionstag im November. Am 14. November werden heuer in ganz Südtirol haltbare Lebensmittel gesammelt. Pamer sieht darin auch eine Chance, neue Helferinnen und Helfer zu gewinnen – insbesondere junge Menschen.

Neben der Lebensmittelhilfe standen der Austausch zwischen den Tafeln und die Zusammenarbeit mit sozialen Anlaufstellen im Mittelpunkt. Auch das Thema Lebensmittelverschwendung spielte eine Rolle. Das Land erhebt derzeit Daten zum Aufkommen von Lebensmittelabfällen in Südtirol. Zudem werden weitere Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung am Koordinierungstisch beraten.

Wo Lebensmittel fehlen, helfen die Tafeln – und zeigen zugleich, wie groß der Bedarf an sozialer Unterstützung in Südtirol ist.

Im Bild: Vertreterinnen und Vertreter der Lebensmitteltafeln Südtirols haben sich in Bozen mit Landesrätin Rosmarie Pamer (vorderste Reihe rechts) und Amtsdirektorin Astrid Wiest (vorderste Reihe, 2. von rechts) getroffen/c-LPA/Katharina Fleischmann