HGV begrüßt Landesinvestitionen in Hellenstainer, Ritz und Kaiserhof – moderne Ausbildung soll den Nachwuchs für den Tourismus sichern
Die Zukunft des Südtiroler Tourismus beginnt in den Klassenzimmern. Mit Investitionen von insgesamt rund 100 Millionen Euro will das Land die drei wichtigsten gastgewerblichen Ausbildungsstätten Hellenstainer, Ritz und Kaiserhof modernisieren. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) begrüßt die angekündigten Maßnahmen und sieht darin ein wichtiges Signal im Kampf gegen den Fachkräftemangel.
Bei einem Treffen mit dem HGV-Landesausschuss informierte Landesrat Christian Bianchi über den Stand der geplanten Infrastrukturprojekte. Die Modernisierung der gastgewerblichen Schulen sei derzeit eine Priorität seines Ressorts, betonte Bianchi. Die vorgesehenen Mittel seien bereits zweckgebunden und würden ausschließlich für diese Vorhaben eingesetzt.
Für die Landeshotelfachschule Hellenstainer sind rund 23 Millionen Euro vorgesehen. Die Projektierung und der Baubeginn sollen bis 2027 erfolgen, die Fertigstellung des Neubaus ist für Frühjahr 2029 geplant.
Noch größer ist das Projekt an der Landeshotelfachschule Ritz: Rund 59 Millionen Euro fließen in einen umfassenden Umbau mit Abriss und Neubau bestehender Strukturen, Tiefgarage, Mensa, Schülerheim und der Sanierung bestehender Bereiche. Der Planungswettbewerb soll im Herbst 2026 starten, abgeschlossen werden soll das Projekt 2030.
Auch der Kaiserhof steht vor einer umfassenden Erneuerung. Für die Sanierung sind weitere 15 Millionen Euro vorgesehen. Die Planung soll noch heuer vergeben werden, der Baubeginn ist für 2028 geplant.
HGV-Präsident Klaus Berger wertet die Investitionen als wichtigen Schritt für die Branche: „Eine moderne und attraktive Ausbildungsinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung, um junge Menschen für Berufe im Gastgewerbe zu begeistern.“
Gerade angesichts des zunehmenden Personalmangels sei eine hochwertige Ausbildung entscheidend. Der Tourismus brauche gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und dafür brauche es Schulen, die den Anforderungen der Zukunft entsprechen.
Auch Landesrat Bianchi unterstreicht die Bedeutung der Projekte: Bis Ende 2030 sollen die drei Ausbildungsstätten an die aktuellen Bedürfnisse angepasst sein und den Schülerinnen und Schülern ein zeitgemäßes Umfeld bieten.
Für den HGV ist klar: Investitionen in Gebäude sind gleichzeitig Investitionen in Menschen. Moderne Schulen sollen nicht nur bessere Lernbedingungen schaffen, sondern auch dazu beitragen, mehr junge Menschen für eine Karriere im Gastgewerbe zu gewinnen.
Denn im Wettbewerb um Fachkräfte entscheidet zunehmend nicht nur der Arbeitsplatz, sondern auch die Qualität der Ausbildung davor.
Im Bild von links: HGV-Direktor Raffael Mooswalder, Ressortdirektor Daniel Bedin, HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer, Landesrat Christian Bianchi, HGV-Präsident Klaus Berger und HGV-Vizepräsident Hansi Pichler