Die Stadt Meran nimmt Abschied von einer Persönlichkeit, die das kulturelle Leben über viele Jahre mitgeprägt hat. Karl T. Kogler ist verstorben. Als engagierter Experte für das Archiv des Kurorchesters Meran und leidenschaftlicher Musiker hinterlässt er eine große Lücke.
Seit 2010 betreute Kogler gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Elfriede Hallama das Archiv des Kurorchesters. Mit großem Fachwissen, Sorgfalt und persönlichem Einsatz widmete er sich der Bewahrung eines bedeutenden musikalischen Kulturerbes und wurde zu einer unverzichtbaren Stütze der Kurverwaltung Meran.
Doch Karl T. Kogler war weit mehr als ein ausgewiesener Archivspezialist. Mit seiner herzlichen Art, seinem freundlichen Lächeln und seiner unverwechselbaren Kopfbedeckung war er für viele ein vertrautes Gesicht. Im Laufe der Jahre wurden er und Elfriede Hallama zu einem festen Bestandteil der Kurverwaltung und gewannen die Wertschätzung aller, die mit ihnen zusammenarbeiteten.
Auch als Musiker hinterließ Kogler bleibende Spuren. Der gebürtige Wiener war ein talentierter Geiger und bereicherte gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin zahlreiche kulturelle Veranstaltungen in Meran. Seine Leidenschaft für die Musik verband sich mit seiner Liebe zur Stadt, die für ihn längst zu einer zweiten Heimat geworden war.
In einer bewegenden Abschiedsbotschaft würdigt die Kurverwaltung Meran Koglers langjähriges Wirken und spricht Elfriede Hallama, den Angehörigen sowie allen Weggefährten ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.
Mit Karl T. Kogler verliert Meran nicht nur einen engagierten Bewahrer seines musikalischen Erbes, sondern auch einen Menschen, der mit seiner Bescheidenheit, seinem Fachwissen und seiner Menschlichkeit viele Herzen berührt hat.
Im Bild: Elfriede Hallama und Karl T. Kogler/Porträt von Claudio David Calabrese