25 Freiwillige von „Essen auf Rädern“ sorgen Tag für Tag dafür, dass aus einer warmen Mahlzeit auch ein Moment der Begegnung wird.
Manchmal ist es nicht nur das Essen, das zählt. Es ist der kurze Besuch an der Haustür, ein paar Worte, ein Lächeln, das Gefühl, dass jemand an einen denkt. Genau diese menschliche Nähe schenken die Freiwilligen des Dienstes „Essen auf Rädern“ im Sozialsprengel Gadertal jeden Tag aufs Neue.
Ihnen zu Ehren organisierte die Bezirksgemeinschaft Pustertal ein Sommerfest als Zeichen der Anerkennung und des Dankes. Den Auftakt bildete am Freitag, 19. Juni, eine gemeinsame Messe in der Barbarakapelle in Wengen. Bei strahlendem Wetter machten sich die Freiwilligen gemeinsam auf den Weg zur Kapelle, wo Dekan Iaco Willeit einen Gottesdienst im Zeichen der Wertschätzung feierte.
Dass freiwilliges Engagement keine Einbahnstraße ist, brachte ein langjähriger Helfer auf den Punkt: „Als Freiwilliger im Einsatz zu sein, freut nicht nur die Betreuten, sondern vor allem uns selbst. Wir kommen beschenkt von unserem Einsatz zurück.“
Auch der Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal, Robert Alexander Steger, würdigte den Einsatz der Ehrenamtlichen. „Wir brauchen gerade solche Menschen wie euch, die bereit sind, für andere Zeit zu schenken“, betonte er und sprach den Helferinnen und Helfern den Dank der gesamten Bezirksgemeinschaft aus.
Im Gadertal sind derzeit 25 Freiwillige für „Essen auf Rädern“ unterwegs. Sie bringen nicht nur täglich Mahlzeiten zu Menschen, die Unterstützung benötigen, sondern leisten oft auch einen wichtigen sozialen Dienst. Gerade für ältere, alleinstehende oder gesundheitlich eingeschränkte Personen ist der Besuch ein wertvoller Kontakt zum Alltag und zur Gemeinschaft.
Beim anschließenden Beisammensein am Bauernhof Ciablun standen Austausch und Geselligkeit im Mittelpunkt. Die Leiterin des Sozialsprengels Gadertal, Antonia Castlunger, und die Leiterin des Ambulanten Betreuungsdienstes, Helga Trebo, bedankten sich persönlich für das Engagement. Freiwillige Zeit, so die Botschaft, sei ein Geschenk, das den sozialen Zusammenhalt einer ganzen Gemeinschaft stärkt.
Für einen humorvollen Moment sorgte Dekan Willeit mit einem Augenzwinkern: „Ich muss mich bei euch einschmeicheln, denn ich weiß nicht, wie schnell ich euch brauchen werde, sollte ich einmal ohne Köchin bleiben.“
Organisiert wurde die Feier von Marino Verginer, der die Freiwilligen des Dienstes im Gadertal mitbetreut. Eine besondere Überraschung war ein Glückstopf mit Produkten aus allen vier Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Bezirksgemeinschaft Pustertal.
Das Sommerfest war damit weit mehr als eine einfache Dankesfeier. Es machte sichtbar, was sonst oft im Hintergrund bleibt: Ohne freiwilliges Engagement würde vieles im sozialen Netz einer Gemeinde nicht funktionieren. Im Gadertal sind es Menschen, die ihre Zeit verschenken – und damit anderen ein Stück Lebensqualität zurückgeben.
Für den Dienst Essen auf Rädern werden immer wieder freiwillige Helfer gesucht. Interessierte können sich per E-Mail an freiwillige@bzgpust.it, telefonisch unter 0474 412948 (Montag bis Freitag, vormittags) melden.