Tiroler Landestheater, Kontinuität an der Spitze: Girkinger bleibt bis 2033 Intendantin

Das Tiroler Landestheater in Innsbruck setzt auf Kontinuität in der künstlerischen Führung: Die Gesellschafter der Tiroler Landestheater und Orchester GmbH haben den Vertrag der Geschäftsführenden Intendantin Irene Girkinger vorzeitig um fünf Jahre verlängert. Sie bleibt damit bis 31. August 2033 im Amt.

Der aktuelle Vertrag der Intendantin wäre ursprünglich bis 2028 gelaufen. Mit der Verlängerung setzen Landeshauptmann Anton Mattle und Bürgermeister Johannes Anzengruber ein klares Zeichen für Stabilität am größten Kulturbetrieb Westösterreichs.

Girkinger, die das Haus seit der Spielzeit 2023/24 leitet, sprach von einem Vertrauensbeweis und hob die Entwicklung des Hauses zu einem modernen Mehrspartenbetrieb hervor. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, das Theater programmatisch neu auszurichten, gesellschaftlich relevante Themen stärker zu verankern und insbesondere junge Zielgruppen sowie neue Publikumsschichten zu erreichen.

Das Tiroler Landestheater, das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck sowie das Haus der Musik Innsbruck bilden gemeinsam einen zentralen kulturellen Pfeiler für Stadt und Land. Girkinger betonte die Rolle des Hauses als „kultureller Leuchtturm“, der künstlerisch wie wirtschaftlich stabil in die Zukunft geführt werden solle.

Auch die politische Seite sieht in der Vertragsverlängerung ein wichtiges Signal. Landeshauptmann Anton Mattle sprach von einem erfolgreichen Entwicklungsprozess und verwies auf die Herausforderungen im Theaterwesen. Gerade in einem sich wandelnden kulturellen Umfeld sei Kontinuität entscheidend, um künstlerische Qualität und langfristige Planung zu sichern.

Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber hob die positive Entwicklung des Hauses seit dem Intendantenwechsel hervor. Die jüngste Spielzeit habe gezeigt, wie sehr künstlerische Arbeit und strukturelle Stabilität zusammenwirken können, um sowohl Stamm- als auch neues Publikum zu erreichen. Der „Turnaround“ sei gelungen, so Anzengruber.

Girkinger selbst zeigte sich motiviert, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und gemeinsam mit dem Leitungsteam und den Ensembles die künstlerische Entwicklung des Hauses voranzutreiben. Die langfristige Perspektive eröffne neue Möglichkeiten für Planung, Projekte und programmatische Weiterentwicklung.

Im Bild: Anton Mattle (Landeshauptmann Tirol), Irene Girkinger (Geschäftsführende Intendantin) und Johannes Anzengruber (Bürgermeister Innsbruck) (v.l.)