Wer sich neu orientieren möchte oder eine sinnstiftende Tätigkeit sucht, findet in Südtirol eine besondere Möglichkeit: den freiwilligen Sozialdienst für Menschen ab 29 Jahren mit Wohnsitz in der Provinz. Das Programm eröffnet Einblicke in unterschiedliche soziale und öffentliche Arbeitsfelder und soll zugleich neue berufliche Perspektiven ermöglichen.
Einsatzmöglichkeiten gibt es zahlreiche: von Seniorenwohnheimen über Sozialgenossenschaften und soziale Vereine bis hin zu öffentlichen Institutionen. Ziel ist es, praktische Erfahrungen zu sammeln und unterschiedliche Tätigkeitsbereiche kennenzulernen, die oft auch neue Fähigkeiten und Interessen sichtbar machen.
„Gerade wenn man sich neu orientieren möchte, aber auch wenn man sich mit einer sinnstiftenden Tätigkeit einbringen möchte, ist der freiwillige Sozialdienst eine tolle Möglichkeit“, betont Soziallandesrätin Rosmarie Pamer. Der Dienst ermögliche es, in unbekannte Arbeitsfelder einzutauchen und könne auch den Weg in eine berufliche Neuorientierung erleichtern.
Der freiwillige Landessozialdienst dauert mindestens acht und höchstens 32 Monate. Der wöchentliche Einsatz umfasst zwischen 15 und 30 Stunden und wird mit einer monatlichen Vergütung zwischen 300 und 400 Euro honoriert. Wichtig: Es handelt sich nicht um ein Arbeitsverhältnis, Sozialversicherungsbeiträge werden in dieser Zeit nicht eingezahlt.
Für das Jahr 2026 stehen insgesamt 100 Plätze zur Verfügung. Interessierte können sich direkt bei den jeweiligen Trägerorganisationen bewerben. Diese müssen unter anderem gemeinnützig sein, ihren Sitz in Südtirol haben und in Bereichen wie Soziales, Gesundheit, Bildung, Jugendarbeit, Kultur oder Zivilschutz tätig sein.
Organisationen, die Sozialdienstleistende aufnehmen möchten, müssen zudem bis Ende Juli einen Antrag beim Amt für Freiwilligenwesen und Solidarität einreichen, damit die Vergütung vom Land übernommen werden kann.
Informationen sowie eine Datenbank der teilnehmenden Einrichtungen sind online abrufbar. Auch das Amt für Freiwilligenwesen und Solidarität steht für Auskünfte zur Verfügung.
Der freiwillige Sozialdienst wird damit zu einem Angebot zwischen gesellschaftlichem Engagement und persönlicher Neuorientierung – mit dem Ziel, Menschen und Institutionen in Südtirol stärker miteinander zu verbinden.
Foto/c-LPA/Claudia Corrent