Sommer im KUB: Cyprien Gaillard eröffnet Ausstellung zwischen Kunst, Film und kühler Pause

Bregenz – Mit der neuen Sommerausstellung von Cyprien Gaillard setzt das Kunsthaus Bregenz (KUB) auf große Bildsprache, immersive Videokunst und ein vielseitiges Vermittlungsprogramm für alle Altersgruppen. Unter dem Titel „When you expect flutes, it’s whistles“ wurde die Schau in der vergangenen Woche eröffnet und ist ab sofort für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

Im Zentrum der Ausstellung steht die neue Videoarbeit „DETERRENT“, eine Kooperation zwischen dem Kunsthaus Bregenz und der Fondazione Prada in Mailand. Das Werk wurde eigens für die KUB-Präsentation produziert und wird dort erstmals gezeigt. Die Arbeit setzt sich mit Wahrnehmung, urbanen Räumen und visuellen Bruchlinien auseinander und ist als großformatige Projektion ein zentrales Element der Ausstellung.

Neben der inhaltlichen Tiefe setzt das KUB auch auf niederschwelligen Zugang: Am 26. Juni findet der sogenannte Lotterien Tag statt, an dem der Eintritt in die Ausstellung kostenlos ist. Wer ein Produkt der Österreichischen Lotterien vorweisen kann – etwa eine Lottoquittung oder ein Rubbellos – erhält freien Zugang, ebenso wie zu allen regulären und inklusiven Führungen.

Das Programm des KUB ist bis Ende Juni dicht gefüllt und richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Wöchentliche Führungen donnerstags und sonntags bieten vertiefende Einblicke in das Ausstellungskonzept, während das Format „KUB ArtClass“ gezielt Jugendliche ab 12 Jahren anspricht. Auch inklusive Formate spielen eine zentrale Rolle: Führungen für sehbehinderte und blinde Menschen, für gehörlose Besucherinnen und Besucher sowie für Menschen mit Demenz sind fixer Bestandteil des Vermittlungsangebots.

Der Lotterien Tag am 26. Juni bündelt diese Zugänglichkeit in besonderer Form. Mehrere kostenlose Führungen über den Tag verteilt ermöglichen unterschiedliche Perspektiven auf die Ausstellung – von klassischen Rundgängen bis hin zu spezialisierten Vermittlungsformaten.

Ergänzt wird das Programm durch Kinder- und Familienangebote, darunter Workshops, kreative Rundgänge und gemeinsame Atelierarbeit. Ziel ist es, die Ausstellung nicht nur als Kunsterlebnis, sondern auch als interaktiven Erfahrungsraum zu öffnen.

Auch der Blick über die Sommerausstellung hinaus wird bereits gerichtet: Mit „Florentina Holzinger – Bodensee Étude“ kündigt das KUB eine Performance am 11. Juli am Molo Bregenz an. Die einmalige Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und versteht sich als weiteres Highlight im Sommerprogramm.

Mit der Kombination aus internationaler Gegenwartskunst, Vermittlungsarbeit und offenen Formaten positioniert sich das Kunsthaus Bregenz einmal mehr als Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden soll – und das gerade in den Sommermonaten auch als kühler Rückzugsort mitten in der Stadt.

Foto/c-Miro Kuzmanovic