Wünschewagen Südtirol erfüllte 2025 insgesamt 61 letzte Herzenswünsche

Der Wünschewagen Südtirol hat im Jahr 2025 erneut zahlreichen schwer kranken Menschen besondere Augenblicke ermöglicht. Insgesamt 61 letzte Herzenswünsche konnten erfüllt werden. Hinter diesen Fahrten stehen bewegende Begegnungen, emotionale Abschiede und das Engagement zahlreicher Freiwilliger, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten.

Getragen wird das Projekt vom Weißes Kreuz und der Caritas Diözese Bozen-Brixen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sorgen die beiden Organisationen dafür, dass schwer kranke Menschen noch einmal einen besonderen Ort besuchen, Angehörige treffen oder einen lang gehegten Wunsch verwirklichen können.

Im vergangenen Jahr engagierten sich insgesamt 82 Freiwillige – darunter 49 Frauen und 33 Männer – für den Wünschewagen. Neben den eigentlichen Wunschfahrten absolvierten sie regelmäßig Fortbildungen, Erste-Hilfe-Kurse und Fahrsicherheitstrainings, um die Fahrgäste bestmöglich betreuen zu können. Die Begleitung erfordert nicht nur medizinisches Wissen, sondern vor allem Einfühlungsvermögen und menschliche Nähe.

Insgesamt legte der Wünschewagen 2025 rund 15.392 Kilometer zurück. Die längste Fahrt führte über 1.980 Kilometer nach Ariano Irpino in Kampanien. Gleichzeitig zeigte sich einmal mehr, dass viele Herzenswünsche oft ganz in der Nähe liegen. Häufig wollten die Fahrgäste noch einmal nach Hause zurückkehren, ihre Familie besuchen oder einen vertrauten Lieblingsort wiedersehen. Besonders oft standen Begegnungen mit Angehörigen und Freunden sowie Familienfeiern im Mittelpunkt der Fahrten.

Der Großteil der Wunschfahrten fand innerhalb Südtirols statt. Einige Ziele lagen im übrigen Italien, vier Fahrten führten über die Landesgrenzen hinaus – zwei nach Deutschland und zwei nach Österreich. Der fahrtenstärkste Monat war der Mai.

Die Fahrgäste kamen aus allen Landesteilen Südtirols. Rund zwei Drittel von ihnen waren Frauen. Der älteste Fahrgast war 100 Jahre alt, der jüngste 56 Jahre.

„Der Wünschewagen schenkt keine medizinischen Leistungen, sondern Zeit, Nähe und Menschlichkeit“, betonen Präsident Alexander Schmid vom Weißen Kreuz und Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer. Gerade in schwierigen Lebenssituationen seien diese Momente von unschätzbarem Wert – sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Familien.

Möglich werden die Wunschfahrten ausschließlich durch Spenden und freiwilliges Engagement. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 119.323 Euro an Spendengeldern gesammelt werden. Diese Unterstützung gewährleistet, dass sämtliche Fahrten für die Fahrgäste kostenlos angeboten werden können. Für diese Solidarität bedanken sich die Verantwortlichen ausdrücklich bei der Südtiroler Bevölkerung.

Zu den besonderen Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte auch ein Benefizlauf der Eppaner Burgenläufer im Dezember. Rund 130 Läuferinnen und Läufer beteiligten sich an der Veranstaltung und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Unterstützung für das Projekt.

Der Wünschewagen Südtirol ist längst zu einem Symbol gelebter Mitmenschlichkeit geworden. Hinter jeder Fahrt stehen engagierte Freiwillige, medizinisch geschulte Teams und zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer, die gemeinsam dazu beitragen, letzte Wünsche wahr werden zu lassen und Menschen in einer besonderen Lebensphase wertvolle Momente zu schenken.

Wer den Wünschewagen in Anspruch nehmen möchte, kann sich telefonisch unter 0471 444 555, per E-Mail an info@wuenschewagen.it oder über die Website informieren.

Im Bild: Wunschfahrt Kurtatsch-Wien