Die traditionelle Primelaktion der SVP Frauen hat auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt. Mit einem landesweiten Einsatz an 135 Ständen konnten insgesamt 70.437,71 Euro für die Krebsforschung gesammelt werden.
Die Aktion, bei der Primeln und Kräuter gegen freiwillige Spenden verteilt wurden, stieß erneut auf große Unterstützung in der Bevölkerung. Der gesamte Erlös fließt wie in den vergangenen Jahren in ein Südtiroler Forschungsprojekt zur Verbesserung der Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen während und nach einer Chemotherapie.
Im Zentrum der Studie steht insbesondere die Linderung von Nebenwirkungen an Händen und Füßen, die durch taxanhaltige Behandlungen ausgelöst werden können. Untersucht wird dabei unter anderem der Einsatz gezielter Kühlung, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu reduzieren.
Geleitet wird das Forschungsprojekt von der Primaria der Gynäkologie am Krankenhaus Brixen, Sonia Prader. Sie berichtet, dass die Studie bereits gestartet ist und erste Patientinnen eingeschlossen wurden. Weitere Teilnehmerinnen sollen in den kommenden Monaten folgen. Ziel sei es, neue Erkenntnisse für eine bessere Betreuung von Betroffenen zu gewinnen und die Behandlung nachhaltig zu verbessern.
Auch Südtiroler Krebshilfe zeigte sich dankbar für die Unterstützung. Präsidentin Maria Claudia Bertagnolli betonte, dass die Spenden Forschung direkt dort ermöglichen, wo sie den Patientinnen konkret zugutekommt.
Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 konnte die SVP-Frauenbewegung insgesamt bereits über 957.000 Euro für die Krebsforschung sammeln. Landesfrauenreferentin Renate Gebhard hob hervor, dass die Initiative nicht nur Forschung fördere, sondern auch ein wichtiges Zeichen weiblicher Solidarität und gesellschaftlichen Engagements setze.
Die Organisatorinnen dankten den zahlreichen Helferinnen, Gärtnereien sowie Spenderinnen und Spendern für ihren Beitrag zum diesjährigen Ergebnis und kündigten an, die erfolgreiche Aktion auch in Zukunft fortzuführen.