Südtirols klügste Köpfe ausgezeichnet: Olympiaden fördern Talente weit über den Unterricht hinaus

Festakt an der Freien Universität Bozen würdigt herausragende Leistungen in Mathematik, Informatik, Physik, Chemie und Philosophie.

Die Aula der Freien Universität Bozen wurde am 5. Juni zum Treffpunkt der talentiertesten Schülerinnen und Schüler Südtirols. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurden die erfolgreichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Schul-Olympiaden für ihre besonderen Leistungen auf Landes-, Regional- und nationaler Ebene ausgezeichnet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Beiträgen der Musikschule Bozen.

Die sogenannten Olympiaden gelten als wichtiger Bestandteil der Begabungs- und Begabtenförderung in Südtirol. Sie bieten motivierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich über den regulären Unterricht hinaus intensiv mit anspruchsvollen Fragestellungen auseinanderzusetzen und ihre Fähigkeiten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Physik, Chemie und Philosophie unter Beweis zu stellen.

Während der Feierstunde blickten die Koordinatorinnen und Koordinatoren der einzelnen Wettbewerbe auf die Höhepunkte des vergangenen Wettbewerbsjahres zurück. Gemeinsam mit Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner und dem Direktor der Pädagogischen Abteilung, Martin Holzner, nahmen sie die Ehrungen der besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor.

„Diese Olympiaden machen eindrucksvoll deutlich, welches Potenzial in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Es ist uns ein großes Anliegen, diese Talente gezielt zu fördern und ihnen damit Räume für die persönliche Weiterentwicklung zu eröffnen“, betonte Holzner.

Besondere Anerkennung erhielt dabei Elaine Mamleev vom Realgymnasium und der Fachoberschule für Bauwesen „Peter Anich“ in Bozen. Die Schülerin konnte gleich zwei Landesolympiaden für sich entscheiden und gewann sowohl die Mathematik- als auch die Physik-Olympiade auf Landesebene. Darüber hinaus erreichte sie beim nationalen Mathematik-Wettbewerb eine Bronzemedaille und zählt damit zu den erfolgreichsten Teilnehmerinnen des diesjährigen Wettbewerbsjahres.

Auch Ilia Pigneter vom Realgymnasium, Sprachengymnasium und der Technologischen Fachoberschule „Jakob Philipp Fallmerayer“ in Brixen vertrat Südtirol auf nationaler Ebene und nahm am gesamtstaatlichen Mathematik-Wettbewerb teil.

Im Bereich Informatik konnte sich Nathan Chizzali von der Technologischen Fachoberschule „Max Valier“ in Bozen für das nationale Finale in Udine qualifizieren und dort die Südtiroler Farben vertreten.

Erfolgreich verlief das Wettbewerbsjahr auch für die Philosophie-Olympiade. Florian Gutmann und Greta Reinstadler vom Sozialwissenschaftlichen, Klassischen, Sprachen- und Kunstgymnasium Meran qualifizierten sich für den österreichischen Bundeswettbewerb in Salzburg und unterstrichen damit die hohe Qualität philosophischer Bildung an Südtirols Schulen.

Kathrin Fill, Koordinatorin für Begabungs- und Begabtenförderung an der Pädagogischen Abteilung, nutzte die Gelegenheit, um auch den engagierten Lehrkräften zu danken. Sie hob deren Einsatz bei der Organisation und Begleitung der Olympiaden hervor und betonte, dass ihr Engagement entscheidend dazu beitrage, junge Menschen für wissenschaftliche, analytische und philosophische Herausforderungen zu begeistern.

Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial an Südtirols Schulen vorhanden ist. Die Olympiaden schaffen nicht nur Raum für Spitzenleistungen, sondern fördern Neugier, Kreativität und Ausdauer – Eigenschaften, die weit über den schulischen Erfolg hinaus von Bedeutung sind.

Mit ihren Erfolgen auf Landes- und nationaler Ebene haben die jungen Talente einmal mehr bewiesen, dass Südtirol auch im Bereich der akademischen Nachwuchsförderung über eine bemerkenswerte Leistungsfähigkeit verfügt.

Im Bild: Greta Reinstadler vom Sozialwissenschaftlichen, Klassischen, Sprachen- und Kunstgymnasium Meran qualifizierte sich für den österreichischen Bundeswettbewerb der Philosophie-Olympiade in Salzburg. Im Bild mit dem Landeskoordinator der Philosophie-Olympiade, Stefan Goller (Mitte), und dem Direktor der Pädagogischen Abteilung, Martin Holzner (rechts)/c-LPA/Deutsche Bildungsdirektion/Margit Pichler