Freiheitskämpfer und Historiker Josef Fontana verstorben. Süd-Tiroler Freiheit würdigt sein Wirken

Der ehemalige Freiheitskämpfer und Historiker Dr. Josef Fontana ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit äußerte sich betroffen über seinen Tod und würdigte ihn als prägenden Vertreter der Tiroler Zeitgeschichte sowie als bedeutenden Sohn des Südtiroler Unterlandes.

Fontana wuchs in Neumarkt auf, besuchte dort die Volksschule und erlernte zunächst das Malerhandwerk. Ende der 1950er Jahre schloss er sich dem Südtiroler Freiheitskampf an und gehörte zu den Mitbegründern des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS). In dieser Zeit stand er auch in engem Kontakt mit Sepp Kerschbaumer.

Im Jahr 1961 wurde Fontana verhaftet. In der Folge verbrachte er mehrere Jahre im Gefängnis. Während dieser Zeit begann er, sich intensiv weiterzubilden und bereitete sich auf die Maturaprüfung vor, die er nach seiner Entlassung erfolgreich ablegte. Anschließend studierte er Germanistik, Geschichte und Philosophie.

Nach seinem akademischen Werdegang war Fontana über viele Jahre als Direktor des Südtiroler Kulturinstituts tätig. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten zur Geschichte Tirols und insbesondere des Südtiroler Unterlandes, die in Fachkreisen Beachtung fanden.

Die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit betonte in einer Stellungnahme, mit Josef Fontana verliere Tirol einen wichtigen Zeitzeugen, Historiker und Menschen, der trotz persönlicher Rückschläge seinen Weg konsequent weiterverfolgt habe. Sein Wirken für die Erforschung der regionalen Geschichte bleibe in Erinnerung.