Ein außergewöhnlicher Konzertabend zwischen Barockmusik, Tanz und Volkskultur erwartet das Publikum am 7. Juli 2026 im Salzlager Hall. Das Ensemble „The Curious Bards“ widmet sich dabei einer weniger bekannten Seite des englischen Barockkomponisten Henry Purcell und schlägt eine musikalische Brücke zwischen höfischer Kunstmusik und traditioneller Volksmusik.
Im Mittelpunkt des Abends stehen weltliche Kompositionen Purcells aus dem 17. Jahrhundert, die stark von schottischen und irischen Tanzmelodien beeinflusst sind. Hornpipes, Country Dances sowie sogenannte Scots & Irish Tunes zeigen eindrucksvoll, wie eng die musikalischen Welten von Volksmusik und höfischer Komposition bereits zu Purcells Zeiten miteinander verbunden waren.
Bekannt ist Henry Purcell heute vor allem für seine Opern und Semi-Opern. Das Ensemble „The Curious Bards“ eröffnet dem Publikum jedoch neue Perspektiven auf sein Werk: Zahlreiche Tanzstücke, Theatermusiken und Lieder greifen populäre musikalische Formen der damaligen Zeit auf. Dazu zählen unter anderem das Trinklied „Bacchus is a pow’r divine“, das schottisch inspirierte „Sawney is a bonny lad“ sowie mehrere sogenannte „Catches“, die einst als Madrigale des Volkes galten.
Für die musikalische Umsetzung sorgt eine hochkarätige internationale Besetzung: Die Mezzosopranistin Ilektra Platiopoulou interpretiert die vokalen Werke Purcells gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern von „The Curious Bards“. Zum Ensemble gehören Sarah Dubus an der Blockflöte, Jean-Christophe Morel an der Cister, Sarah Van Oudenhove an der Viola da Gamba, Louis Capeille an der Tripelharfe sowie Ensembleleiterin Alix Boivert an der Barockvioline.
Besonders lebendig wird der Abend im zweiten Teil des Programms: Beim sogenannten „Nachklang“ darf das Publikum selbst aktiv werden. Unter Anleitung von Tanzmeister Alex Figl-Brick können Besucherinnen und Besucher historische Tänze ausprobieren und Purcells Musik unmittelbar erleben.
Das Konzert findet am Dienstag, 7. Juli 2026, um 19.30 Uhr im Salzlager Hall statt. Karten sind in vier Kategorien zwischen 24 und 60 Euro erhältlich.
Mit ihrem Ansatz, historische Musik mit tänzerischer Lebendigkeit und volksmusikalischen Einflüssen zu verbinden, versprechen „The Curious Bards“ einen Konzertabend, der Barockmusik auf ungewöhnliche und zugleich unterhaltsame Weise neu erfahrbar macht.
Foto/c-zVg