Mit dem offiziellen Spatenstich für die Wohnanlage „Haus Helena“ in Deutschnofen hat am Freitag eines der ersten Projekte für gemeinnützigen Mietwohnraum nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen in Südtirol begonnen. Das Vorhaben des Diözesaninstitut für den Unterhalt des Klerus (DIUK) umfasst 21 preisgedeckelte Mietwohnungen und soll einen konkreten Beitrag zu leistbarem Wohnen leisten.
Bei der Feier betonte Ivo Muser die soziale Bedeutung des Wohnens: „Wohnen betrifft nicht nur Preise und Quadratmeter, sondern Würde, Sicherheit und Lebensperspektiven vieler Menschen.“ Die Kirche könne die Wohnungsfrage zwar nicht allein lösen, habe aber dort Verantwortung, wo sie Handlungsmöglichkeiten besitze.
Auch Wohnbaulandesrätin Ulli Mair sprach von einem wichtigen Schritt für die Südtiroler Wohnbaupolitik. Mit der Wohnreform und den neuen Durchführungsbestimmungen für den gemeinnützigen Wohnbau werde nun erstmals ein konkretes Neubauprojekt umgesetzt. „Ich bin überzeugt, dass wir heute ein neues Kapitel in der Südtiroler Wohnbaupolitik aufschlagen“, erklärte Mair.
Die Wohnanlage entsteht im Bereich Maarhof in Deutschnofen und sieht einen mehrgeschossigen Baukörper mit Tiefgarage sowie gemeinschaftlich orientierter Wohnstruktur vor. Träger des Projekts ist das DIUK als gemeinnützige Einrichtung.
DIUK-Direktor Andreas Mumelter verwies auf die zunehmende Wohnungsnot in Südtirol: „Leistbarer Wohnraum ist für viele Menschen trotz Arbeit kaum mehr erreichbar.“ Gerade deshalb brauche es konkrete Projekte wie „Haus Helena“, das als Pilotprojekt auch Signalwirkung für weitere Initiativen haben soll.
Im Rahmen der Feier segneten Bischof Muser und Pfarrer Roland Mair die Baustelle. Gemeinsam mit Bürgermeister Bernhard Daum und weiteren Ehrengästen erfolgte anschließend der symbolische Spatenstich.
Das Projekt ist Teil eines breiteren Engagements kirchlicher Einrichtungen im Bereich leistbares Wohnen. Nach Angaben der Diözese verwalten diözesane Rechtsträger derzeit bereits 547 Wohnungen, weitere gemeinnützige Mietwohnprojekte befinden sich in Vorbereitung.
Im BIld: DIUK-Vizepräsident Andreas Wenter, Bürgermeister Bernhard Daum, Bischof Ivo Muser und Landesrätin Ulli Mair