Im historischen Merkantilgebäude in der Bozner Altstadt fand kürzlich ein besonderes Netzwerktreffen für Menschen statt, die erst vor kurzer Zeit nach Südtirol gezogen sind. Zahlreiche Fachkräfte, Rückkehrerinnen und Rückkehrer sowie Interessierte folgten der Einladung des Welcome Service der Handelskammer Bozen, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und hilfreiche Informationen über das Leben und Arbeiten in Südtirol zu erhalten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Neuankömmlinge bestmöglich in Südtirol integriert und langfristig für den Standort gewonnen werden können.
In seiner Begrüßung betonte Alfred Aberer die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für Südtirol: „Für Südtirol sind qualifizierte Fachkräfte unverzichtbar. Entscheidend ist, dass sie sich hier gut aufgenommen fühlen.“ Veranstaltungen wie dieses Treffen würden dazu beitragen, Menschen miteinander zu vernetzen und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen.
Das Team von Work in Südtirol stellte anschließend die Angebote des Welcome Service vor. Die Initiative unterstützt Menschen, die aus beruflichen Gründen nach Südtirol kommen oder zurückkehren, mit umfassenden Informationen rund um Wohnen, Mobilität, Kinderbetreuung, Gesundheit sowie den beruflichen Einstieg vor Ort.
Einen Einblick in die Besonderheiten des Lebensraums Südtirol gab anschließend Martin Bertagnolli von IDM Südtirol. In seinem Beitrag hob er die einzigartige Verbindung von alpiner und mediterraner Lebensweise hervor, die Südtirol für viele Menschen besonders attraktiv mache.
Besonders persönlich wurde die Veranstaltung durch die Erfahrungsberichte mehrerer Testimonials, die offen über ihren Neustart in Südtirol berichteten.
Silvia Di Salvatore erzählte von ihrem Umzug aus den Abruzzen nach Südtirol und sprach dabei auch über erste Herausforderungen wie die Wohnungssuche und das Ankommen in einem neuen Umfeld.
Auch Stefan Glaser aus Schwäbisch Hall bei Stuttgart schilderte seine Erfahrungen nach dem Umzug nach Südtirol. Für ihn habe sich dieser Schritt besonders gelohnt, da er hier nicht nur neue berufliche Chancen, sondern auch eine neue Heimat gefunden habe.
Eine internationale Perspektive brachte Vanja Hernandez aus Querétaro in Mexiko ein. Nach Studium und mehreren Berufsjahren in Paris zog sie im vergangenen Jahr nach Südtirol. Besonders schätze sie neben den beruflichen Möglichkeiten auch die Landschaft und das Klima der Region.
Zum Abschluss unterstrich Irmgard Lantschner die Bedeutung sozialer Netzwerke und eines attraktiven Lebensumfelds: „Neben beruflichen Perspektiven spielen auch soziale Kontakte und das Lebensumfeld eine große Rolle, wenn es darum geht, Menschen langfristig für Südtirol zu gewinnen.“
Beim anschließenden Get-together nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre weiter auszutauschen und neue Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Institutionen zu knüpfen.
Foto/c-Damian Pertoll