Mitgliederversammlung des VSS: Sportvereine als tragende Säule der Gesellschaft

Bei der 56. Mitgliederversammlung des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) in Bozen stand die bedeutende Rolle des Sports für die Gesellschaft im Mittelpunkt. Der VSS zählt mit 486 Mitgliedsvereinen, 1.074 Sektionen und mehr als 85.000 Mitgliedern zu den größten Interessenvertretungen des Landes und zog im Rahmen der Versammlung eine positive Bilanz über das vergangene Jahr.

VSS-Obmann Paul Romen hob in seiner Ansprache besonders die wichtige Arbeit der Südtiroler Amateursportvereine hervor. Sport sei weit mehr als reine Bewegung: „Die Südtiroler Amateursportvereine ermöglichen Integration, Inklusion und Wertevermittlung – damit sind sie extrem wichtig für die Gesamtgesellschaft“, betonte Romen.

Mit Blick auf die vergangenen Olympischen Spiele und die zahlreichen erfolgreichen Südtiroler Athletinnen und Athleten unterstrich der VSS-Obmann die enge Verbindung zwischen Breiten- und Spitzensport. Gerade die Südtiroler Vereine würden hier eine entscheidende Brückenfunktion übernehmen. „Der Breitensport braucht den Spitzensport als Vorbild und umgekehrt braucht der Spitzensport die Basis und die Talente aus dem Breitensport“, erklärte Romen. Für den VSS sei dies Motivation und Auftrag zugleich, weiterhin ein vielfältiges sowie kinder- und jugendgerechtes Sportangebot sicherzustellen.

Ein zentrales Element der Mitgliederversammlung war zudem der direkte Austausch zwischen Politik und Vereinen. Im Rahmen einer Gesprächsrunde diskutierten Landesrat Peter Brunner, VSS-Obmann Paul Romen sowie die Vereinspräsidenten Simone Wasserer, Karl Freund und Stefan Gruber aktuelle Herausforderungen und zentrale Anliegen der Sportvereine. Dabei standen insbesondere die Unterstützung des Ehrenamtes sowie die Rahmenbedingungen für die Vereinsarbeit im Fokus.

Für besonderen Applaus sorgte die Ehrung von Andreas Unterkircher, der über mehr als 45 Jahre hinweg in unterschiedlichen Funktionen für den Verband tätig war.

Ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war schließlich die Auszeichnung zur Trainerin und zum Trainer des Jahres. Die Titel gingen an Nicola Mayr und Arnold Karbon. Nicola Mayr engagiert sich seit Jahren erfolgreich für den Eisschnelllauf auf dem Ritten und führte zuletzt Athletin Maybritt Vigl zu den Olympischen Spielen. Arnold Karbon wiederum formte zahlreiche Talente für den Ski-Weltcup, darunter Denise Karbon und Peter Fill. In den vergangenen Jahren betreute er zudem die junge Olympiateilnehmerin Anna Trocker, die als große Hoffnung Italiens in den technischen Disziplinen gilt.

Die Mitgliederversammlung machte einmal mehr deutlich, welchen hohen Stellenwert der Sport und insbesondere das Ehrenamt in Südtirol genießen.

Im Bild: VSS-Vorstand mit Landesrat Peter Brunner (es fehlen Josef Platter, Christian Untermarzoner und Christiane Warasin)