Wie unterscheiden sich Wahlsysteme in Italien und Österreich – und welche politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen haben diese Unterschiede? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung „Wahlen zwischen Recht und Politik – Österreich und Italien im Vergleich“, die am Montag, 18. Mai, um 9.30 Uhr im Innenhof des Landhauses 1 am Silvius-Magnago-Platz in Bozen stattfindet.
Im Zentrum der wissenschaftlichen Veranstaltung stehen zentrale Aspekte demokratischer Prozesse, darunter die Homogenität und Heterogenität der Wahlsysteme, die Regelungen zu Kandidaturen und Mandatszuteilung, das Wahlrecht sowie die Rolle von Vorzugsstimmen. Weitere Schwerpunkte sind die Kandidatur von Frauen, Wahlbeteiligung und Wahlverhalten, die Gestaltung von Wahlkampagnen, Fragen der Finanzierung und Kontrolle sowie die Möglichkeiten der Distanzwahl, etwa durch Briefwahl oder E-Voting.
Organisiert wird die Tagung vom Forschungszentrum für Föderalismus der Universität Innsbruck gemeinsam mit dem Land Südtirol. Das wissenschaftliche Komitee setzt sich aus den Universitätsprofessorinnen und -professoren Anna Gamper, Esther Happacher, Walter Obwexer und Günther Pallaver zusammen.
Eröffnet wird die Veranstaltung mit Grußworten von Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie von Walter Obwexer, der zugleich Vorsitzender des Senats der Universität Innsbruck ist.
Die Tagung richtet sich an Fachpublikum und Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Sie findet in deutscher und italienischer Sprache mit Simultanübersetzung statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist bis zum 14. Mai per E-Mail an Monika.Weber@uibk.ac.at erforderlich. Das vollständige Programm ist auf der Website der Universität Innsbruck abrufbar.
Mit dem Vergleich zweier demokratischer Systeme bietet die Veranstaltung einen umfassenden Blick auf aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen moderner Wahlprozesse in Europa.