AGJD bestätigt Vorstand: Sonja Plank bleibt Vorsitzende

Jugendarbeit in Südtirol setzt weiter auf Gemeinschaft, Teilhabe und Schutz junger Menschen.

Die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) hat den bisherigen Vorstand erneut bestätigt und damit ein klares Zeichen für Kontinuität in der Südtiroler Jugendarbeit gesetzt. In der konstituierenden Sitzung wurde auch die bisherige Vorsitzende Sonja Plank wiedergewählt. Gemeinsam mit Heidi Gamper, Klaus Nothdurfter, Monika Hofer Larcher und Michele Dalla Serra wird sie die Arbeit der Jugenddienste in Südtirol weiterhin begleiten und vertreten.

Die Wiederbestätigung des Vorstandes erfolgt in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen, in der Jugendarbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die AGJD versteht sich als landesweites Netzwerk der Jugenddienste und koordiniert Einrichtungen, die in nahezu allen Gemeinden Südtirols präsent sind. Trotz unterschiedlicher Strukturen und Schwerpunkte verfolgen die Jugenddienste ein gemeinsames Ziel: junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihnen Räume für Mitgestaltung und Teilhabe zu eröffnen.

Gerade die Vielfalt der Jugenddienste wird dabei als besondere Stärke gesehen. Denn die Bedürfnisse junger Menschen unterscheiden sich je nach Lebensraum deutlich. Während in urbanen Zentren Themen wie gesellschaftliche Diversität oder politische Teilhabe stärker im Fokus stehen, spielen in ländlichen Regionen Gemeinschaft, Dorfleben und soziale Vernetzung eine zentrale Rolle.

Die Jugenddienste greifen diese unterschiedlichen Realitäten auf und entwickeln gemeinsam mit Jugendlichen Projekte, Bildungsangebote und Freizeitinitiativen. Jugendarbeit versteht sich dabei nicht nur als Betreuung, sondern als aktiver Beitrag zur demokratischen Gesellschaft.

Landesweit engagieren sich mehr als 180 hauptamtliche Fachkräfte sowie rund 130 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder in den Jugenddiensten Südtirols. Hinzu kommen zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer, die vielerorts das Rückgrat der lokalen Jugendarbeit bilden.

Ein zentraler Schwerpunkt der kommenden Jahre wird laut AGJD der Schutz junger Menschen sein. Kinder und Jugendliche hätten ein Recht auf Schutz vor Gewalt, Diskriminierung, Grenzverletzungen und Missbrauch. Deshalb sollen Schutzkonzepte und Präventionsmaßnahmen innerhalb der Jugendarbeit gemeinsam mit anderen Dachverbänden weiterentwickelt und gestärkt werden.

Ebenso wichtig bleibt die Unterstützung der ehrenamtlichen Vorstände der Jugenddienste, die vielerorts große Verantwortung für die Organisationen und die Jugendarbeit vor Ort tragen.

Angesichts wachsender gesellschaftlicher Spannungen, sozialer Ungleichheiten und extremistischer Tendenzen sieht die AGJD die Jugendarbeit zunehmend auch als Ort der Demokratiebildung und sozialen Integration.

„Alleine kann niemand die Welt verändern. Aber gemeinsam können wir junge Menschen stärken und Räume schaffen, in denen Demokratie, Teilhabe und Gemeinschaft gelebt werden“, betont Vorsitzende Sonja Plank.

Die AGJD versteht Jugendarbeit ausdrücklich als offenen Raum für alle jungen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder sozialem Hintergrund. Ziel sei es, junge Menschen zu selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu begleiten und ihnen die Möglichkeit zu geben, aktiv an der Gestaltung einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft mitzuwirken.

Als Dachorganisation vereint die AGJD die 17 Jugenddienste Südtirols, Nëus Jëuni Gherdëina sowie das Jugendbüro Passeier. Gemeinsam bilden sie eines der wichtigsten Netzwerke für Jugendförderung und Jugendpolitik im Land.

Im Bild: Vorstand AGJD Heidi Gamper, Klaus Nothdurfter, Monika Hofer Larcher, Michele Dalla Derra und Sonja Plank