Südtirol setzt auf aktives Altern: Neuer Dreijahresplan für Senioren beschlossen

Immer mehr ältere Menschen in Südtirol geben an, auch jenseits der 75 Jahre bei guter Gesundheit zu sein. Diese Entwicklung will das Land gezielt unterstützen und hat dafür einen neuen Dreijahresplan für aktives Altern 2026–2028 auf den Weg gebracht, der am 8. Mai von der Landesregierung gutgeheißen wurde.

Die Grundlage dafür bildet das Landesgesetz zum Aktiven Altern aus dem Jahr 2022. Der nun vorgelegte Plan wurde vom Landesseniorenbeirat ausgearbeitet und umfasst insgesamt acht Maßnahmen mit 19 konkreten Aktionen, die verschiedene Lebensbereiche betreffen. Ziel ist es, älteren Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes und gesundes Leben zu ermöglichen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Seniorenlandesrätin Rosmarie Pamer betont dabei die zentrale Rolle älterer Generationen für die Gesellschaft. Aktives Altern sei keine Einzelmaßnahme, sondern eine Querschnittsaufgabe, die viele Politikbereiche betreffe – von Gesundheit und Pflege über Mobilität und Digitalisierung bis hin zu Arbeit, Ehrenamt und sozialer Teilhabe.

Der neue Plan sieht unter anderem Maßnahmen zur Förderung der Barrierefreiheit im Alltag vor sowie Initiativen zur stärkeren Einbindung älterer Menschen in Kultur, Sport und gesellschaftliches Leben. Auch die Anpassung von Grünzeiten an Fußgängerampeln soll ebenso geprüft werden wie der Ausbau von Angeboten im Bereich „Age Management“, das die Einbindung aller Altersgruppen in den Arbeitsmarkt fördern soll.

Weitere Schwerpunkte liegen auf der Stärkung von Seniorenclubs und Seniorenbeiräten, dem Ausbau von Beratungsangeboten zu Pflege- und Betreuungsfragen sowie der Förderung der Gendermedizin. Auch digitale Zugänge sollen verbessert werden, etwa durch den Ausbau von sogenannten Digipoints und Diggi-Treffs als niederschwellige Anlaufstellen für ältere Menschen.

Laut Landesregierung wurden die vorgesehenen Maßnahmen im Vorfeld mit den zuständigen Verwaltungsstellen abgestimmt und hinsichtlich Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit und finanzieller Auswirkungen geprüft. Der Plan soll nun schrittweise in den kommenden Jahren umgesetzt werden und die Rahmenbedingungen für ein aktives und gesundes Altern in Südtirol weiter verbessern.