Landesamt für Bibliotheken und Lesen lässt eigene Arbeit alle drei Jahre prüfen.
Qualität ist in den Bibliotheken Südtirols kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Auch das Amt für Bibliotheken und Lesen der Provinz Bozen stellt sich regelmäßig einem externen Auditverfahren, um die eigene Arbeit kritisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Ziel dieser Qualitätsprüfung ist es, Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen und eine unabhängige Perspektive auf Strukturen, Abläufe und Dienstleistungen zu erhalten. Alle drei Jahre werden dabei sämtliche Arbeitsprozesse analysiert und in einem strukturierten Feedbackgespräch gemeinsam reflektiert.
Das Audit gilt als wichtiger Bestandteil der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung innerhalb der Südtiroler Bibliothekslandschaft. Es hilft dabei, bestehende Standards zu überprüfen, neue Anforderungen zu erkennen und die Dienstleistungen für Nutzerinnen und Nutzer laufend zu verbessern.
Volker Klotz unterstreicht die Bedeutung dieses Ansatzes:
„Gelebte Qualität bedeutet, die eigenen Standards und Verfahren laufend zu überprüfen und an neue Bedingungen, Erkenntnisse und Erfahrungen anzupassen.“
Er betonte zudem, dass es besonders positiv sei, dass sich nicht nur die einzelnen Bibliotheken, sondern auch das zuständige Fachamt selbst einer solchen externen Bewertung unterzieht.
Auch Marion Gamper zeigte sich zufrieden mit dem erfolgreichen Abschluss des aktuellen Verfahrens:
„Das Amt für Bibliotheken und Lesen ist ein Teil der Südtiroler Bibliothekslandschaft. Deshalb ist es uns wichtig, das Auditverfahren, das auch für die Bibliotheken gilt, selbst zu durchlaufen. Die daraus gewonnenen Impulse und Anregungen sind für uns besonders wertvoll und motivierend.“
Durchgeführt wurde die aktuelle Qualitätsprüfung von den Auditorinnen Christine Menghin und Sonja Pircher, die dem Team eine durchwegs positive Bewertung ausstellten und die professionelle Arbeit hervorhoben.
Das Auditverfahren ist auch in den einzelnen Bibliotheken Südtirols fest verankert. Zahlreiche haupt- und ehrenamtlich geführte Einrichtungen lassen ihre Arbeitsqualität regelmäßig überprüfen und erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein entsprechendes Zertifikat.
Die Standards für diese Qualitätsprüfungen werden gemeinsam vom Bibliotheksverband Südtirol, dem Landesamt sowie den Bibliotheken selbst entwickelt. So entsteht ein gemeinsames System, das Qualität nicht nur misst, sondern kontinuierlich weiterentwickelt.
Damit zeigt sich: Bibliotheken in Südtirol verstehen sich längst nicht nur als Orte des Lesens und Lernens, sondern auch als Organisationen, die ihre eigene Arbeit konsequent hinterfragen – im Sinne eines modernen, serviceorientierten Kulturbetriebs.
Im Bild: (im Bild v.l.) Markus Fritz und Verena Pernthaler vom Amt für Bibliotheken und Lesen, Auditorin Sonja Pircher, Amtsdirektorin Marion Gamper, Auditorin Christine Menghin und Abteilungsdirektor Volker Klotz/c-LPA/Amt für Bibliotheken und Lesen