Burgstall: Land Südtirol holt Gebäude zurück und plant neuen Rotkreuz-Sitz

Die Südtiroler Landesregierung hat beschlossen, eine bisher vom Institut für den sozialen Wohnbau (Wobi) genutzte Liegenschaft in Burgstall wieder in das Eigentum des Landes zu überführen. Konkret handelt es sich um die Katasterparzelle p.ed. 694 in der gleichnamigen Gemeinde, die bereits im Jahr 2001 an das Wobi übertragen worden war.

Mit dem aktuellen Beschluss soll das Gebäude künftig für Zwecke von öffentlichem Interesse genutzt werden. Vorgesehen ist insbesondere die Einrichtung eines neuen Sitzes des Italienischen Roten Kreuzes, der sowohl das Passeiertal als auch das Etschtal bedienen soll.

Die Entscheidung basiert auf einem vorherigen Beschluss des Wobi-Verwaltungsrates, der im Juli 2024 der Rückgabe der Liegenschaft zugestimmt hatte. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass das Gebäude nicht mehr für die institutionellen Aufgaben des Wohnbauinstituts benötigt werde.

Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi bezeichnete die Maßnahme als Teil einer breiteren Strategie zur Stärkung zentraler Dienste und zur besseren Nutzung öffentlicher Immobilien. Bereits im vergangenen Landeshaushalt sei eine Finanzierung von rund 10 Millionen Euro vorgesehen worden, unter anderem für den Ausbau von Strukturen des Roten und Weißes Kreuzes sowie für neue Standorte in Bozen und Leifers. Die nun beschlossene Rückführung des Gebäudes in Burgstall sei ein weiterer Baustein in dieser Entwicklung.

Mit dem neuen Standort des Italienischen Roten Kreuzes soll nach Angaben des Landes die regionale Notfall- und Gesundheitsversorgung gestärkt werden. Gleichzeitig werde ein bestehendes öffentliches Gebäude wieder einer direkten Nutzung für die Allgemeinheit zugeführt und damit aufgewertet.

Die Landesregierung betont, dass die Entscheidung sowohl die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen vertiefe als auch zur besseren Verteilung wichtiger Dienste im Land beitrage.

Foto/c-LPA/Amt für Vermögensgüter