In ganz Südtirol haben die Weltläden den 25. Welttag des Fairen Handels mit einem breiten Programm aus Verkostungen, Begegnungen, Musik und Workshops gefeiert und dabei den Fokus auf nachhaltigen Konsum, globale Verantwortung und gerechte Lieferketten gelegt. An sieben Standorten, darunter Meran, Bozen, Brixen, Bruneck, St. Ulrich, Latsch und Sand in Taufers, nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, fair gehandelte Produkte zu probieren, sich über deren Herkunft zu informieren und mit Freiwilligen ins Gespräch zu kommen, die den Fairen Handel seit Jahrzehnten in Südtirol tragen.
Besonders in Meran stand die Veranstaltung im Zeichen eines doppelten Jubiläums, da der örtliche Weltladen zugleich sein 35-jähriges Bestehen feierte. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde und der Initiative Fair Trade Town Meran wurde im Pavillon des Fleurs ein vielfältiges Programm gestaltet, das von Workshops zur Wiederverwendung von Kleidung über Informationsstände bis hin zu musikalischen Beiträgen und einem Fair-Trade-Aperitif reichte. Verantwortliche hoben dabei hervor, dass bewusste Kaufentscheidungen im Alltag einen konkreten Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit leisten können und dass der Faire Handel komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge verständlicher macht.
Auch in den anderen Landesteilen stand der direkte Austausch im Mittelpunkt. In Bozen wurde in der Südtiroler Straße verkostet und diskutiert, in Brixen konnten Besucherinnen und Besucher am Hartmannplatz fair produzierte Olivenöle kennenlernen, während in Bruneck Schokobananen als Beispiel für nachhaltigen Genuss angeboten wurden. In St. Ulrich wurde ein Fair-Trade-Aperitif organisiert, der regionale Begegnung mit globalen Lieferketten verband, und in Latsch rückte ein faires Frühstück im Culturforum den Zusammenhang zwischen Konsum und Verantwortung in den Vordergrund. In Sand in Taufers entwickelte sich der Garten des Hotel Spangla zu einem kulinarischen Treffpunkt mit Street-Food-Angeboten aus fair gehandelten Zutaten und regionalen Produkten, begleitet von Musik.
Die Südtiroler Weltläden betonten dabei insbesondere die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements: Insgesamt sind in der Region 272 Freiwillige aktiv und leisten jährlich zehntausende Stunden Arbeit für den Fairen Handel. Koordinatorin Brigitte Gritsch unterstrich, dass die große Beteiligung zeige, wie stark das Interesse an Transparenz, Herkunft von Produkten und den Auswirkungen globaler Konsumentscheidungen geworden sei. Der Welttag des Fairen Handels, der weltweit seit 2002 am zweiten Samstag im Mai begangen wird, wurde damit in Südtirol erneut zu einem Tag des Austauschs und der Sensibilisierung für nachhaltiges Wirtschaften.
Im Bild: faires Frühstück Latsch