„Goldene Momente in Tisens“ – Abschlussdinner wird zur Bühne gelebter Ausbildungskultur

Unter dem Motto „Goldene Momente“ hat die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Tisens ihr diesjähriges Abschlussdinner gestaltet und damit einen eindrucksvollen Einblick in die praxisnahe Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft und Gastronomie gegeben. Am 24. April verwandelte sich die Schule in einen festlichen Veranstaltungsort, an dem rund 100 Gäste – darunter Eltern, Angehörige, Freunde sowie Lehrpersonen und Vertreter der Schulleitung – die Leistungen der Abschlussklassen erlebten.

Im Mittelpunkt stand dabei die vierte Klasse, die Planung, Organisation und Durchführung des Abends eigenverantwortlich übernahm. Unterstützt wurde sie von der zahlenstarken dritten Klasse, die insbesondere in Küche und Service einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Galaabends leistete. Das Ergebnis war ein stimmiges Zusammenspiel aus Organisation, Handwerk und Gastfreundschaft.

Für die Schülerinnen und Schüler stellt das Abschlussdinner einen besonderen Höhepunkt ihrer Ausbildung dar. „Es ist ein Moment, in dem wir von A bis Z alles selbst planen, organisieren und umsetzen. Es war manchmal stressig, aber wir sind stolz auf das Ergebnis“, beschreibt Klassensprecherin Lena Pichler, zugleich Obfrau der Schülergenossenschaft „hondgmocht & hausgmocht“, die intensive Vorbereitungszeit. Der Abend sei nicht nur eine schulische Aufgabe gewesen, sondern eine prägende Erfahrung für die persönliche Entwicklung.

Die Rückmeldungen der Gäste fielen entsprechend positiv aus. Viele zeigten sich beeindruckt von der Professionalität, der Kreativität und der spürbaren Motivation der jungen Gastgeberinnen und Gastgeber. Der Abend wurde damit auch zu einem Beispiel dafür, wie praxisorientierte Ausbildung in der Fachschule konkret umgesetzt wird.

Auch Marion Unterholzner, selbst ehemalige Schülerin und heute Lehrerin an der Schule, hob die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervor. Sie betonte, dass sie ihr eigenes Abschlussdinner als besonders prägende Erfahrung in Erinnerung habe und wünschte sich, dass auch künftige Generationen diese Möglichkeit zur praktischen Entfaltung erhalten.

Direktor Martin Unterer unterstrich in seinen Grußworten die pädagogische Dimension des Formats. Lernprozesse entstünden dort besonders nachhaltig, wo Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen und reale Situationen meistern müssten. Gemeinsam mit Schulleiterin Christine Holzner vertrete er die Haltung, dass Schule vor allem Räume schaffen müsse, in denen persönliches Wachstum möglich sei.

Der Abend machte deutlich, dass ein solches Großprojekt nur im Zusammenspiel der gesamten Schulgemeinschaft gelingt. Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, technisches Personal, Schulleitung, Familien sowie unterstützende Partner trugen gemeinsam dazu bei, dass aus einer schulischen Abschlussarbeit ein professionell inszeniertes Fest wurde.

Das Abschlussdinner in Tisens zeigte damit eindrucksvoll, wie Ausbildung über den Unterricht hinauswirkt: als Erfahrungsraum, in dem Fachwissen, Teamarbeit und persönliche Entwicklung zu einem gemeinsamen Ergebnis verschmelzen – und aus „Goldenen Momenten“ nachhaltige Erinnerungen werden.

Foto/c-/Fachschule Tisens