„Stabile Planung im Kindergartenbereich“ – Landesregierung beschließt Plansoll 2026/27

Bozen – Die Landesregierung hat sich am 17. April mit dem Plansoll im Bereich Kindergarten der deutschen und ladinischen Sprachgruppen befasst. Die entsprechenden Beschlüsse wurden von den Landesräten Philipp Achammer und Daniel Alfreider eingebracht und betreffen die organisatorische und personelle Planung für das Bildungsjahr 2026/27.

Im deutschsprachigen Kindergartenbereich sind insgesamt 10.854 Kinder für das kommende Bildungsjahr eingeschrieben. Neben den bestehenden Einrichtungen wird auch der Kindergarten in Elvas wieder in Betrieb genommen und dem Kindergartensprengel Brixen zugewiesen. Zudem werden in mehreren Kindergärten zusätzliche Abteilungen eingerichtet, während einzelne Abteilungen in Abstimmung mit den sinkenden Einschreibezahlen geschlossen werden.

Insgesamt sind 540 Abteilungen in den 266 deutschsprachigen Kindergärten Südtirols vorgesehen. Im Personalbereich bleibt die Zahl der Stellen stabil: Für das Kindergartenjahr 2026/27 sind 1.363,25 Stellen eingeplant. „Im Personalbereich bleiben die Stellen konstant, um damit Kontinuität und Planungssicherheit garantieren zu können“, betont Bildungslandesrat Philipp Achammer.

Landeskindergartendirektorin Helena Saltuari unterstreicht die Bedeutung dieser Stabilität: „Die Stabilität im Stellenkontingent ist eine entscheidende Voraussetzung, um den individuellen Situationen und der Komplexität in den Kindergärten bestmöglich gerecht werden zu können. Mit der Genehmigung des Plansolls können wir eine qualitativ hochwertige Bildungsbegleitung sicherstellen.“

Auch im ladinischen Kindergartenbereich zeigen sich stabile Entwicklungen. Insgesamt werden 599 Kinder die 17 Kindergärten in den ladinischen Gemeinden besuchen. Vorgesehen sind 32 Abteilungen mit 86 Vollzeitäquivalenten. Schulamtsleiter Heinrich Videsott spricht von konstanten Zahlen: „Dies bestätigt den in den vergangenen Jahren verfolgten Ansatz und die Übereinstimmung zwischen Organisation und den Bedürfnissen der Familien.“

Ladinischer Bildungslandesrat Daniel Alfreider hebt hervor, dass diese Stabilität ein wichtiges Signal sei: „Unsere Bildungseinrichtungen entsprechen den Bedürfnissen der Familien. Die Bestätigung des Personalschlüssels und der Organisation bedeutet Kontinuität, Bildungsqualität und Verlässlichkeit des Dienstes.“

Im Blick auf die Organisation der Betreuungsangebote zeigt sich insbesondere in St. Ulrich ein hoher Bedarf an verlängerten Nachmittagsöffnungszeiten, während dieser in anderen Ortschaften geringer ausfällt. Bewährt habe sich zudem der Einsatz sogenannter „ständiger Ersatzstellen“, um kurzfristige Personalausfälle flexibel und im Sinne der Kontinuität abfangen zu können.

Mit dem beschlossenen Plansoll setzt die Landesregierung auf Stabilität und Anpassungsfähigkeit zugleich – als Grundlage für eine verlässliche frühkindliche Bildungs- und Betreuungsstruktur in Südtirol.

Foto7c-LPA/Greta Stuefer