Europa auf Schiene: Kompatscher und Deutsche Bahn-Chefin Palla setzen auf schnelle Nord-Süd-Verbindungen

Der Ausbau des europäischen Schienenverkehrs und die Stärkung grenzüberschreitender Mobilität standen im Mittelpunkt eines Treffens am 17. April in Bozen zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG.

Im Gespräch wurde insbesondere die Weiterentwicklung des internationalen Personen- und Güterverkehrs thematisiert. Beide Seiten betonten die zentrale Bedeutung leistungsfähiger Bahnverbindungen für einen nachhaltigen und gut vernetzten Wirtschafts- und Lebensraum in Europa.

Kompatscher begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die geplante Hochgeschwindigkeitsverbindung von München über Bozen nach Mailand und Rom, die gemeinsam von Deutsche Bahn, Trenitalia und ÖBB vorangetrieben wird. Schnellere und direktere Verbindungen Richtung München würden nicht nur Reisezeiten deutlich verkürzen, sondern auch die kulturelle und wirtschaftliche Anbindung Südtirols an den deutschsprachigen Raum stärken.

Auch Palla hob die strategische Bedeutung solcher Projekte hervor: Der Ausbau des internationalen Fernverkehrs könne dem wachsenden Bedarf an nachhaltiger Mobilität zusätzlichen Schub verleihen und die Bahn im Wettbewerb mit Auto und Flugzeug weiter stärken.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Rolle des Brennerbasistunnels, der künftig neue Möglichkeiten für schnellere und effizientere Bahnverbindungen zwischen Nord- und Südeuropa eröffnen soll. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass damit große Chancen für eine Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene verbunden sind – gleichzeitig jedoch eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Staaten, Infrastrukturbetreibern und Institutionen notwendig bleibt.

„Der Ausbau des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs ist ein entscheidender Schritt für eine nachhaltige Mobilität in Europa“, unterstrich Kompatscher abschließend. Auch Palla betonte, dass attraktive und gut ausgebaute Bahnangebote ein wesentlicher Schlüssel seien, um langfristig mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und klimafreundliche Mobilität zu fördern.

Im Bild Evelyn Palla und Arno Kompatscher/c-LPA/Silvia Obwexer