Zwei Tage voller Argumente, Emotionen und beeindruckender Auftritte: Am 14. und 15. April wurde der Jugendredewettbewerb im Hauptsitz der Volksbank Südtirol einmal mehr zur Bühne für junge Talente aus ganz Südtirol. Schülerinnen und Schüler aus Mittelschulen, Oberschulen und Berufsschulen stellten sich einer fachkundigen Jury und überzeugten mit rhetorischem Können, Kreativität und Mut.
In den Kategorien Klassische Rede, Spontanrede und Sprache kreativ präsentierten die Teilnehmenden ihre Gedanken zu gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Themen – oft mit bemerkenswerter Tiefe und Ausdruckskraft. Als Gesamtsiegerinnen und -sieger gingen Anna Klara Perkmann, Sophia Pfitscher, Elena Plank, Maximilian Gasser und Felix Oberhollenzer hervor.
„Wir brauchen junge Menschen, die für die Demokratie und ihre Rechte kämpfen und mit Argumenten überzeugen: Ihr seid die Hoffnung unserer Demokratie“, betonte Philipp Achammer in seiner Ansprache an die Jugendlichen. Organisiert wird der Wettbewerb von der Deutschen Bildungsdirektion, dem Landesamt für Jugendarbeit und dem Südtiroler Jugendring.
Besonders stark vertreten waren in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Realgymnasiums und der technologischen Fachoberschule in Meran sowie mehrere engagierte Mittelschulen, darunter jene aus Latsch, Terlan und Sterzing.
In der Kategorie „Klassische Rede“ beeindruckten die Teilnehmenden mit sorgfältig vorbereiteten Beiträgen zu aktuellen und persönlichen Themen. Bei den Mittelschulen setzte sich Anna Klara Perkmann mit ihrer Rede „Zu Gast am Berg: wie wir zu besseren Gästen werden“ an die Spitze, gefolgt von Sebastian Selva und Marie Ladurner. In der Oberschule gab es gleich zwei Erstplatzierte: Sophia Pfitscher und Elena Plank überzeugten mit ihren Beiträgen „Wenn Helfer zu Opfern werden“ und „Die Elfenbeinprinzessin“, während Melanie Prosch den dritten Platz belegte.
Ganz anders, aber nicht weniger anspruchsvoll präsentierte sich die Kategorie „Spontanrede“. Hier mussten die Jugendlichen innerhalb von nur fünf Minuten ein zugelostes Thema vorbereiten und anschließend frei vortragen. Maximilian Gasser setzte sich mit seiner differenzierten Auseinandersetzung zum Thema Patriotismus an die Spitze, gefolgt von Marie Niederstätter und Noah Steiner, die ebenfalls mit reflektierten Beiträgen zu gesellschaftlichen Fragen überzeugten.
Kreativität und Bühnenpräsenz standen schließlich in der Kategorie „Sprache kreativ“ im Mittelpunkt. Hier verbanden die Teilnehmenden Sprache mit Schauspiel oder musikalischen Elementen. Den ersten Platz sicherte sich Felix Oberhollenzer mit seinem Beitrag „Der Code der Welt“, während Gabriel Mirandola und Peter Kohlhaupt die weiteren Podestplätze belegten.
Die besten Rednerinnen und Redner werden Südtirol nun beim österreichischen Bundes-Jugendredewettbewerb Anfang Juni in Wien vertreten – eine große Chance, ihr Können auch über die Landesgrenzen hinaus unter Beweis zu stellen.
Dank Livestream und zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort – darunter Mitschüler, Lehrpersonen, Familien und Freunde – wurde der Wettbewerb zudem zu einem öffentlichen Ereignis, das eindrucksvoll zeigte, wie engagiert und reflektiert die junge Generation ist.
Im Bild: Sieger Spontanrede (von links): Mariano Paris (Leiter Kommunikation und Marketing Volksbank), 2. Platz Marie Niederstätter, 1. Platz Maximilian Gasser, 3. Noah Steiner, Konrad Pamer (Amtsdirektor Landesamt für Jugendarbeit)/c-LPA/Landesmat für Jugendarbeit/Anita Demetz