Schreiben mit Zeit und Raum: Innsbruck vergibt wieder die Hilde-Zach-Literaturstipendien

Die Stadt Innsbruck setzt auch 2026 ein klares kulturpolitisches Zeichen für die lokale Literaturszene: Ab sofort können sich Schriftsteller:innen erneut um die Hilde-Zach-Literaturstipendien bewerben. Ziel der Förderung ist es, Autor:innen aus Innsbruck die Möglichkeit zu geben, sich über einen längeren Zeitraum konzentriert ihrer literarischen Arbeit zu widmen – fernab von finanziellen Zwängen und Alltagsdruck.

Die Ausschreibung richtet sich an literarisch tätige Personen mit Bezug zur Stadt und bleibt bewusst niederschwellig gestaltet, um sowohl etablierte Stimmen als auch neue Talente zu erreichen. Insgesamt stehen 11.000 Euro zur Verfügung, die in ein Hauptstipendium von 7.500 Euro und ein Förderstipendium von 3.500 Euro aufgeteilt werden. Diese Struktur soll eine gezielte Unterstützung unterschiedlicher Karrierestufen in der Literaturszene ermöglichen.

Benannt sind die Stipendien nach Hilde Zach, die sich während ihrer politischen Tätigkeit besonders für Kunst und Kultur engagierte. Mit der aktuellen Ausschreibung wird diese Tradition der Förderung fortgeführt. Im Vorjahr wurden die Stipendien an die Autoren Peter Lorenz und Tamás Török vergeben.

Die Einreichung erfolgt digital über die Plattform Vemap, die die strukturierte Abwicklung der Bewerbung sicherstellt. Frist ist der 25. Juni 2026 um 17.00 Uhr. Die Stadt verweist zudem auf umfassende Informationen, die online zur Verfügung stehen, um den Zugang zur Förderung möglichst transparent zu gestalten.

Parallel dazu hat das Kulturamt der Stadt weitere Förderprogramme geöffnet: Noch bis 30. April können Bewerbungen für das Streetart-Stipendium eingereicht werden, während die Frist für die Hilde-Zach-Kunststipendien bis 13. Juli läuft. Auch Kunstankäufe der Stadt sind Teil des laufenden Förderkalenders mit Einreichschluss Ende Juli.

Mit diesem breiten Förderpaket unterstreicht Innsbruck seinen Anspruch, kulturelle Produktion nicht nur punktuell zu unterstützen, sondern strukturell zu begleiten. Gerade im literarischen Bereich, der oft von prekären Arbeitsbedingungen geprägt ist, können solche Stipendien entscheidende Freiräume schaffen – und damit letztlich auch die Vielfalt der lokalen Kulturszene sichern.

Im Bild: der Stadtturm