Austausch und Perspektiven im Tourismus: HGV-Ortsausschüsseversammlung in Girlan

Eppan – In der Kellerei Schreckbichl in Girlan hat der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) kürzlich die Ortsausschüsseversammlung des Bezirkes Bozen und Umgebung abgehalten. Zahlreiche ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven im Gastgewerbe auszutauschen.

Nach der Begrüßung durch Franz Pardatscher, Obmann der Kellerei Schreckbichl, eröffnete HGV-Bezirksobmann Daniel Stuflesser die Versammlung. In seinen Ausführungen betonte er die Bedeutung eines offenen und kontinuierlichen Austausches innerhalb des Verbandes. Zugleich sprach er zentrale Herausforderungen an, darunter die Verkehrsbelastung auf den Dolomitenpässen sowie das Problem des Wildcampens, das künftig stärker eingedämmt werden müsse.

Ein besonderes Anliegen war Stuflesser zudem die Zukunft der Dorfgasthäuser. Diese seien ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in den Gemeinden: Es brauche gezielte Maßnahmen, um deren langfristigen Bestand zu sichern und tragfähige Lösungen für die Betriebe zu entwickeln.

Auch HGV-Präsident Klaus Berger hob die Rolle des ehrenamtlichen Engagements innerhalb des Verbandes hervor. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen unter anderem der Ausbau von Förderungen für gastgewerbliche Nahversorgungsbetriebe, die Anpassung von Kriterien für Erweiterungen im alpinen Grün sowie die Schaffung von Mitarbeiterunterkünften. Besonders betonte er die Notwendigkeit, leerstehende Betriebe in Wohnraum für Mitarbeitende umzuwandeln, um den Druck auf den lokalen Wohnungsmarkt zu verringern.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf der Stärkung der Ortsgruppenarbeit. Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV, stellte in diesem Zusammenhang einen neuen Funktionärsleitfaden vor, der die Arbeit in den Gremien künftig unterstützen soll.

Im Rahmen einer interaktiven Umfrage wurden die Teilnehmenden zudem zu aktuellen Herausforderungen in den Ortsgruppen befragt. Dabei zeigte sich, dass insbesondere der interne Austausch, die Motivation innerhalb der Gremien sowie die Kommunikation mit den Mitgliedern zentrale Handlungsfelder darstellen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Führung durch die Kellerei Schreckbichl sowie eine gemeinsame Weinverkostung, die den Austausch in geselliger Atmosphäre abrundete.

Im Bild Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV, Stephanie Dissertori, Leiterin der Stabsstelle Ehrenamtsmanagement im HGV, Gottfried Schgaguler, Ausschussmitglied der Vereinigung HGV 65 Plus, Gebietsobmann Manfred Rinner, Gebietsobfrau Elke Schwarzer, HGV Präsident Klaus Berger, Adele Huber, Ausschussmitglied der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen, HGV-Bezirksobmann Daniel Stuflesser und Gebietsobfrau Brigitte Zelger