Frisches Geld für lebendige Orte: Gemeinden und Wirtschaft ziehen gemeinsam an einem Strang

Ein starkes Signal für Südtirols Ortskerne: Der Wirtschaftsverband hds und der Südtiroler Gemeindenverband bündeln ihre Kräfte und setzen mit einer neuen Musterverordnung ein konkretes Zeichen zur Stärkung der lokalen Wirtschaft. Ziel ist es, Kleinstunternehmen und kleine Betriebe gezielt zu fördern und damit die Attraktivität und Lebendigkeit von Städten und Dörfern nachhaltig zu sichern.

Die gemeinsam ausgearbeitete Vorlage wurde in diesen Tagen an die Gemeinden übermittelt und soll ihnen als praxistaugliches Instrument dienen, um wirtschaftliche Initiativen vor Ort aktiv zu unterstützen. Für die Präsidenten Philipp Moser und Dominik Oberstaller ist klar: Es handelt sich nicht um ein theoretisches Konzept, sondern um eine konkrete Maßnahme mit unmittelbarer Wirkung für die Gemeinden.

Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass funktionierende Ortszentren weit mehr sind als wirtschaftliche Knotenpunkte. Nahversorger, Handwerksbetriebe, Geschäfte und Gastronomiebetriebe prägen das soziale Leben, schaffen Begegnungsräume und tragen entscheidend zur Lebensqualität bei. Genau hier setzt die neue Verordnung an: Sie ermöglicht es den Gemeinden, innerhalb des gesetzlichen Rahmens gezielt finanzielle Beiträge zu vergeben.

Gefördert werden können unter anderem Mietkosten, Investitionen zur Ansiedlung neuer Betriebe sowie die Modernisierung und Erweiterung bestehender Strukturen. Auch Innovationen in Produkten und Prozessen fallen in den Förderbereich. Die Unterstützung erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen – ein wichtiger Anreiz für Unternehmerinnen und Unternehmer, in ihre Standorte zu investieren.

Gleichzeitig wurde großer Wert auf eine einfache und rechtssichere Umsetzung gelegt. Neben der Musterverordnung wurden auch konkrete Antragsvorlagen und ein klar strukturierter Ablauf erarbeitet, um den Gemeinden die Anwendung so unkompliziert wie möglich zu gestalten und dennoch ausreichend Spielraum für individuelle Bedürfnisse zu lassen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsverband und Gemeindenverband wird dabei als entscheidender Erfolgsfaktor gesehen. Sie verbindet die operative Nähe der Gemeinden mit der wirtschaftlichen Expertise des hds – ein Zusammenspiel, das den Herausforderungen vor Ort gezielt begegnen soll.

Mit einem gemeinsamen Appell wenden sich die beiden Organisationen nun an alle Südtiroler Gemeinden: Es gelte, die Chance zu nutzen, in die Zukunft der eigenen Ortskerne zu investieren, Förderinstrumente aktiv einzusetzen und Betriebe nachhaltig zu stärken. Denn lebendige Orte entstehen dort, wo Wirtschaft, Gemeinschaft und Engagement Hand in Hand gehen.

Im Bild Philipp Moser, Präsident des Wirtschaftsverbandes hds (l.), mit dem Präsidenten des Südtiroler Gemeindenverbandes, Dominik Oberstaller