Wohnbauförderung im Fokus: Informations- und Diskussionsabend der Sozialen Mitte der SVP

Im Rahmen eines gut besuchten Informations- und Diskussionsabends hat sich die Soziale Mitte der SVP mit den aktuellen Reformen der Wohnbauförderung in Südtirol auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die neuen Regelungen der Landesförderung, erweiterte Möglichkeiten im Bereich des Bausparens sowie vergünstigte Darlehen mit Zinsbeiträgen des Landes für den Erwerb einer Erstwohnung.

Als Fachreferent gab der Wohnbauberater Olav Lutz einen umfassenden Überblick über die geltenden Bestimmungen und praxisnahen Zugänge zur Wohnbauförderung. Dabei legte er besonderes Augenmerk auf konkrete Finanzierungsmöglichkeiten für junge Menschen und zeigte auf, welche Chancen sich durch die neuen Instrumente eröffnen.

Der Abend bot zudem Raum für einen intensiven Austausch mit jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die ihre persönlichen Erfahrungen sowie Herausforderungen bei der Finanzierung eines Eigenheims einbrachten. Dabei wurde deutlich, dass der Bedarf an leistbarem Wohnraum weiterhin sehr hoch ist, während gleichzeitig zahlreiche Hürden im Zugang zu Förderungen bestehen bleiben.

Kritisch thematisiert wurden insbesondere die langen Bearbeitungszeiten beim Amt für Wohnbauförderung sowie die eingeschränkte Erreichbarkeit der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Beratungsgespräche und Rückfragen. Diese Umstände stellen für viele Antragstellerinnen und Antragsteller eine erhebliche Belastung dar.

Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich seit der verpflichtenden digitalen Einreichung aller Anträge über das Portal MyCIVIC mittels digitaler Identität seit dem 1. Februar. Teilnehmende berichteten dabei auch von praktischen Schwierigkeiten beim Ausfüllen und Absenden der digitalen Formulare.

„Die Reform der Wohnbauförderung ist ein wichtiger Schritt, insbesondere durch neue Finanzierungsinstrumente für junge Menschen. Gleichzeitig sehen wir klar, dass es in der Umsetzung noch einige Hürden gibt, die dringend nachgebessert werden müssen“, betonte die Vorsitzende der Soziale Mitte der SVP, Gabi Morandell.

Zugleich verwies sie auf die Verantwortung der Gemeinden, ausreichend Wohnbauzonen und geförderten Baugrund bereitzustellen und Planungen zeitgerecht umzusetzen. „Es braucht ein klares Bekenntnis zur Schaffung von leistbarem Wohnraum auf allen Ebenen“, so Morandell abschließend.

Für die Soziale Mitte steht fest: Die Verfahren müssen sowohl auf Landes- als auch auf Gemeindeebene einfacher, schneller und bürgernäher gestaltet werden.

Gruppenfoto der Sozialen Mitte der SVP im Rahmen des Informations- und Diskussionsabends zur Wohnbauförderung mit Referent Olav Lutz