Mobilität, Mitarbeiter und Zukunft des Tourismus im Mittelpunkt

„Zwischen Fachkräftemangel und besserer Erreichbarkeit“ – unter diesem Leitgedanken hat die Jahresversammlung der HGV-Ortsgruppe Lüsen des Hoteliers- und Gastwirteverbandes im Hotel Hotel Rosental stattgefunden. Zahlreiche Vertreter aus dem lokalen Gastgewerbe diskutierten dabei aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für den Tourismus im Tal.

Ortsobmann Martin Hinteregger informierte über die Entwicklungen innerhalb der Ortsgruppe und verwies auf den Zusammenschluss der Tourismusvereine von Lüsen und Villnöss. In diesem Zusammenhang wurde auch die neue Tourismusmarke „Odles Slow Dolomites“ vorgestellt, die künftig stärker auf sanften, naturverbundenen Tourismus setzen soll. Für lokale Betriebe eröffnen sich laut Hinteregger neue Beteiligungsmöglichkeiten, insbesondere beim „Odles Slow Dolomites Bergfrühling“.

Im Zentrum der Versammlung standen zudem übergeordnete Themen aus Bezirks- und Landesebene. HGV-Bezirksobmann Helmut Tauber betonte vor allem die Bedeutung der Mitarbeitergewinnung sowie der Arbeitgebermarke „Join“. Ebenso rückten Fragen der Mobilität und der touristischen Erreichbarkeit Südtirols in den Fokus. Dabei wurde auf laufende Entwicklungen rund um das Mobilitätszentrum Brixen sowie auf die langfristigen Chancen durch den Brennerbasistunnel hingewiesen. Auch eine bessere internationale Anbindung, etwa über den Flughafen Bozen, wurde als wichtiger Zukunftsfaktor hervorgehoben.

Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV), gab Einblicke in aktuelle verbandspolitische Diskussionen. Dazu zählten unter anderem Gespräche über künftige internationale Bahnverbindungen, Fragen der Tourismuszonierung sowie weitere strukturelle Entwicklungen im Tourismussektor.

Auch die lokale Politik war vertreten: Bürgermeisterin Carmen Plaseller informierte über das Gemeindeentwicklungsprogramm und die besonderen Herausforderungen einer ländlich geprägten Gemeinde wie Lüsen, insbesondere im Bereich Mobilität und Infrastruktur. Gleichzeitig wurden mögliche Entwicklungsspielräume bei Tourismuszonen thematisiert.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch einen Fachvortrag von Bettina Schmid, Leiterin Gustelier & Gastro im HGV, die Einblicke in die Preiswahrnehmung aus Gästesicht gab. Bezirkskoordinator Reinhold Schlechtleitner informierte zudem über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Serviceangebote innerhalb des Verbandes.

Die Versammlung machte deutlich: Für den Tourismus in Lüsen stehen zentrale Weichenstellungen bevor – von der Mitarbeiterfrage über die Mobilität bis hin zur strategischen Positionierung im Wettbewerb der alpinen Destinationen.

Im Bild von links: HGV-Bezirksobmann Helmut Tauber, Bürgermeisterin Carmen Plaseller, HGV-Ortsobmann Martin Hinteregger, Bettina Schmid, Leiterin Gustelier & Gastro, und Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV