Europa im Klassenzimmer: Meraner Schüler sammeln Erfahrungen in Detmold

Ein Blick über die Grenzen hinaus wurde für Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse für Handel und Verwaltung am Berufsbildungszentrum „Dipl. Ing. Luis Zuegg“ in Meran zur gelebten Realität. Im westfälischen Detmold absolvierten sie erneut ein Auslandspraktikum, das nicht nur berufliche Einblicke vermittelte, sondern auch zu einer intensiven kulturellen Begegnung wurde.

Organisiert und begleitet wurde das Projekt von Fachlehrerin Tatjana Kaserer, unterstützt in den ersten Tagen von Carmen Kofler. Beide sorgten dafür, dass die Jugendlichen nicht nur in Betrieben der Region praktische Erfahrungen sammeln konnten, sondern auch ein umfassendes Bild von Alltag, Kultur und Lebensweise in Deutschland erhielten. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das Programm erwies sich als besonders bereichernd und nachhaltig prägend.

Neben der Arbeit im betrieblichen Umfeld bot der Aufenthalt ein vielfältiges Rahmenprogramm, das die Region Ostwestfalen-Lippe aus unterschiedlichen Perspektiven erschloss. Eine Stadtrallye führte die Gruppe durch Detmold, während Ausflüge in die Domstadt Paderborn sowie nach Dortmund mit seinem bekannten Stadtzentrum und dem Deutschen Fußballmuseum weitere Eindrücke lieferten. Besonders eindrucksvoll blieb der Besuch im Heinz-Nixdorf-Museum in Erinnerung, dem weltweit größten Computermuseum. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler einen anschaulichen Einblick in die Entwicklung der Informationstechnologie – von frühen Schriftzeichen über mechanische Rechen- und Schreibmaschinen bis hin zu ersten Computern und modernen Robotersystemen.

Ein Höhepunkt des Aufenthalts war der Schaufensterwettbewerb am 24. März am Berufskolleg „Dietrich Bonhoeffer“. In gemischten Teams, bestehend jeweils aus Jugendlichen aus Meran, Detmold und Manacor in Spanien, entstanden kreative Präsentationen, die nicht nur gestalterisches Talent, sondern auch Teamgeist, Genauigkeit und sprachliche Flexibilität erforderten. Trotz unterschiedlicher Herkunft und Sprache gelang es allen Gruppen, die Aufgaben mit großem Engagement erfolgreich umzusetzen und gemeinsam überzeugende Ergebnisse zu präsentieren.

Auch das alltägliche Leben in Deutschland wurde Teil des Lernprozesses. Die Unterbringung in Ferienwohnungen verlangte den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortung ab: Kochen, Waschen und Einkaufen gehörten plötzlich ebenso zum Programm wie der Austausch mit den Mitbewohnern. Gerade diese Erfahrungen im selbstständigen Alltag erwiesen sich als wertvolle Ergänzung zur fachlichen Ausbildung.

So kehrten die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit neuen beruflichen Kompetenzen nach Meran zurück, sondern auch mit erweiterten Perspektiven, internationalen Kontakten und vielen persönlichen Eindrücken – ein Projekt, das einmal mehr zeigte, wie lebendig europäischer Austausch im Bildungsbereich sein kann.

Im Bild: Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse für Handel und Verwaltung des Berufsbildungszentrums „Dipl. Ing. Luis Zuegg“ in Meran während ihres Auslandspraktikums im westfälischen Detmold. Im Bild ganz links ist die begleitende Lehrerin Tatjana Kaserer zu sehen/c-LPA/Berufsbildungszentrum „Dipl. Ing. Luis Zuegg“ Meran