Die Diskussion um die Wiedereinführung des Josefitages als gesetzlichen Feiertag in Südtirol geht weiter – und die SVP hat nach Ansicht der Landtagsabgeordneten Myriam Atz erneut eine entscheidende Gelegenheit verstreichen lassen. Ihr Begehrensantrag, den Josefitag am 19. März anstelle des erst kürzlich von Rom eingeführten Franziskustages am 4. Oktober als Feiertag festzulegen, wurde in der vergangenen Woche im Landtag abgelehnt.
Atz betont, dass der 19. März nicht nur ein kirchlicher Gedenktag, sondern auch Vatertag ist und damit eine wichtige gesellschaftliche Rolle spielt. Hätte der Landtag zugestimmt, hätte man über die Südtiroler Abgeordneten in Rom zusätzlichen Druck auf die italienische Regierung ausüben und den Willen eines großen Teils der Bevölkerung sichtbar machen können.
Die politischen Vorzeichen für die Wiedereinführung des Josefitages seien aktuell günstig: Mit der Einführung des Franziskustages entfalle das Argument zusätzlicher Kosten, da lediglich ein Datum ausgetauscht werden müsste. Auch die häufig zitierte Ablehnung durch Sozialpartner sei laut Atz nicht eindeutig, da in früheren Gesprächen neben kritischen Stimmen auch Befürworter zu finden waren.
Die Süd-Tiroler Freiheit kündigt an, weiter konsequent für den Josefitag zu kämpfen, um Tradition, Identität und familiäre Bedeutung dieses Tages in der Region zu bewahren.
Im Bild: Myriam Atz