Die Plattform für ein starkes Landesklimagesetz signalisiert ihre Bereitschaft, aktiv an der Ausarbeitung des angekündigten Gesetzes mitzuwirken. Gleichzeitig fordert das Bündnis einen raschen Start der vorgesehenen Arbeitsgruppe, um den engen Zeitplan einhalten zu können. Bei einem Workshop am 10. März bereiteten sich Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen auf die kommenden Gespräche mit dem Land vor.
Bereits im Sommer 2025 hatte die Plattform – derzeit bestehend aus 48 Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Soziales, Jugend, Kultur und Gewerkschaften – einen umfassenden Vorschlag für ein starkes Landesklimagesetz erarbeitet. Insgesamt 39 konkrete Maßnahmenpunkte wurden im Herbst an den Landesrat für Umwelt und Energie, Peter Brunner, sowie an Landtagspräsident Arnold Schuler übergeben.
Auf eine Anfrage im Landtag erklärte Brunner, dass derzeit an einem Landesklimagesetz gearbeitet werde. Dieses soll nach aktuellen Planungen im November von der Landesregierung verabschiedet werden. Die Plattform soll dabei in den weiteren Ausarbeitungsprozess eingebunden werden.
Die beteiligten Organisationen begrüßen, dass ein Landesklimagesetz inzwischen deutlich greifbarer erscheint als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass der Zeitrahmen äußerst knapp ist. Der Südtiroler Klimaplan sieht vor, die CO₂-Emissionen bereits bis 2030 um 55 Prozent gegenüber dem Stand von 2019 zu senken. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass Südtirol derzeit noch nicht auf dem notwendigen Zielpfad liegt.
„Gerade weil die Zeit drängt, braucht es jetzt klare politische Entscheidungen und eine verlässliche gesetzliche Grundlage für den Klimaschutz“, betont die Plattform. Viele Maßnahmen könnten bereits kurzfristig umgesetzt werden, gleichzeitig sei ein starkes Landesklimagesetz entscheidend, um Planungssicherheit zu schaffen und die notwendigen Schritte verbindlich zu verankern.
Vor diesem Hintergrund fordert die Plattform Landesrat Brunner auf, so bald wie möglich mit der angekündigten Arbeitsgruppe zu starten. Nur so könne der von ihm genannte enge Zeitrahmen eingehalten und ein wirksames Landesklimagesetz ausgearbeitet werden.
Im Bild v.l.: Roberto D’Ambrogio (ARCI); Peter Aichner (Oldies for future), Luigi Mariotti (WWF), Heidi Gamper (SKJ), Christa Ladurner (Allianz für Familie), Valentin Mair (KFS), Oskar Peterlini (KVW), Christoph Buratti (ASM), Philipp Ferrara (AVS), Michael Paler (AFI), Silvia Grinzato (CGIL), Thomas Benedikter (HPV), David Hofmann (CAST), Roland Plank (Dachverband)/c-Dachverband