Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für alle Frauen und Mädchen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März rückt das Motto in den Mittelpunkt: „Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls“ – auf Deutsch: „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen.“ Für Renate Gebhard, SVP-Landesfrauenreferentin und Abgeordnete, ist dieser Tag weit mehr als Blumen und Geschenke: Er sei ein Aufruf, bestehende Ungleichheiten zu erkennen und zu beseitigen – in Familien, Gemeinden, im Land und in der Welt.

Gebhard macht auf die täglichen Ungerechtigkeiten aufmerksam, denen Frauen und Mädchen begegnen. „Wenn wir den Tatsachen ins Auge blicken, stellen wir fest: Männer und Frauen sind noch nicht wirklich gleichberechtigt“, sagt sie. Frauen tragen oft die Last, dass die Gesellschaft überhaupt funktioniert. In zahlreichen Rollen – als Töchter, Partnerinnen, Mütter – leisten sie viele Dienste selbstverständlich und unbezahlt: von Kinderbetreuung und Haushalt über Pflege von Angehörigen bis hin zu ehrenamtlichem Engagement und politischer Vertretung. Dies alles unter einen Hut zu bekommen, erfordere Zeit, Energie, Leidenschaft und Herzblut.

Ein besonders kritischer Punkt sei die Rückkehr von Frauen in den Beruf nach der Geburt ihrer Kinder. Häufig nehmen sie Teilzeitarbeit an – mit weitreichenden Folgen. „Wer weniger arbeitet, verdient weniger und zahlt weniger in die Rente ein“, warnt Gebhard. Viele Frauen geraten dadurch in lebenslange finanzielle Abhängigkeit und laufen Gefahr, im Alter von Armut betroffen zu sein. „Ist das gerecht?“, fragt sie.

Die SVP-Landesfrauenreferentin betont, dass Frauen oft die Lücken auffangen, die durch fehlende Arbeitskräfte, Kinderbetreuung oder Pflege älterer Menschen entstehen. Sie verzichten auf Karrierechancen und tragen gleichzeitig die Hauptlast sinkender Rentenbeiträge – ein Zusammenspiel von Equal Care, Equal Pay und Equal Pension. „Von echter Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt“, so Gebhard.

Ihr Appell ist klar: Mit vereinten Kräften müssen Gleichberechtigung und Gerechtigkeit stärker eingefordert werden. Missstände müssen angesprochen, gesellschaftliche Strukturen hinterfragt und Veränderungen vorangetrieben werden. Nur so könne der Frauentag eines Tages ein Tag sein, „an dem wir mit Blumen und Geschenken die Gleichberechtigung feiern können.“

Im Bild: Renate Gebhard