Solidarität mit Irans Frauen, Südtiroler Landesbeirat für Chancengleichheit erhebt Stimme

Bozen – Der Landesbeirat für Chancengleichheit der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol hat in einer Stellungnahme seine tiefe Solidarität mit den iranischen Frauen und all jenen Menschen bekundet, die im Iran für Freiheit, Würde und fundamentale Menschenrechte kämpfen. Dabei betont das Gremium, dass der Kampf für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung universell ist – und daher überall Unterstützung und Aufmerksamkeit verdient.

Auslöser für die aktuellen Solidaritätsbekundungen ist die anhaltende Gewalt gegen Protestierende im Iran, die erneut nach dem Tod von Mahsa Amini aufgeflammt sind. Amini war infolge einer Festnahme durch die sogenannte Sittenpolizei gestorben und wurde zum Symbol eines repressive Systems. Der Beirat zeigt sich tief betroffen über die neuerliche Welle staatlicher Gewalt und die systematischen Menschenrechtsverletzungen, denen vor allem Frauen, Aktivist*innen und Angehörige der LGBTQIA+-Community zum Opfer fallen.

Neben dem brutalen Vorgehen der Behörden wird auch die desolate wirtschaftliche Situation des Landes angeprangert. Inflation, Armut und soziale Unsicherheit träfen Frauen besonders hart, so der Beirat – denn fehlende ökonomische Unabhängigkeit erschwere es zusätzlich, sich gegen Diskriminierung und Gewalt zu wehren oder für die eigenen Rechte einzutreten.

Der Landesbeirat würdigt ausdrücklich den Mut der Frauen und Männer im Iran, die trotz massiver Repression für Freiheit und Gleichheit eintreten. Ihr Engagement sei Ausdruck eines tiefen demokratischen Bewusstseins und erinnere daran, dass Demokratie stets auf aktiver Beteiligung, Gerechtigkeit und dem Respekt vor der Würde jedes Menschen basiere.

„Es ist unsere Pflicht, unsere Stimme zu erheben“, erklären die Präsidentin Ulrike Oberhammer und die Vizepräsidentin Nadia Mazzardis. Internationale Solidarität und klare Stellungnahmen demokratischer Institutionen seien zentrale Mittel, um diejenigen zu unterstützen, die unter Lebensgefahr gegen Unterdrückung kämpfen.

Mit ihrem Appell möchte der Landesbeirat auch ein Signal aussenden: Der Einsatz der iranischen Bevölkerung für Freiheit, Würde und Rechte wird gesehen – auch in Südtirol.

Foto/c-Lukas Auer