Investition in die ladinische Identität

Gestern haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat für Ladinische Kultur Daniel Alfreider offiziell die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten der „Cësa di Ladins“ sowie des „Museum Gherdëina“ im Grödnertal unterzeichnet. Nach Jahrzehnten des Engagements und intensiver Diskussionen wurde damit ein bedeutender Schritt für die ladinische Kultur und Identität in Gröden Realität.

Die „Cësa di Ladins“ soll künftig als zentrale kulturelle und wissenschaftliche Anlaufstelle dienen. Kompatscher und Alfreider betonten, dass das Projekt weit mehr als die Präsentation der Vergangenheit sei: „Wir investieren nicht nur in Kultur, sondern gestalten die Zukunft der ladinischen Identität aktiv mit“, sagte Alfreider.

Die Landesregierung stellte 12,5 Millionen Euro für die Arbeiten bereit. Damit entsteht ein Ort, „an dem Geschichte lebendig wird und der zugleich Raum für Neues schafft“, so Alfreider. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Einigung zwischen dem Land Südtirol, der Gemeinde St. Ulrich, weiteren Gemeinden im Grödnertal, den Eigentümern der Struktur und den beteiligten Organisationen.

Die SVP Ladina begrüßte die hohe Finanzierung und dankte Kompatscher für seinen entscheidenden Schritt. „Wir wünschen der Gemeinde St. Ulrich und allen Beteiligten viel Energie und Freude bei der Umsetzung dieses für Gröden so wichtigen Projekts“, hieß es von der Partei.

Mit der Unterzeichnung von gestern wurde ein sichtbarer Beitrag zur Sicherung und Förderung der ladinischen Kultur geleistet – ein Meilenstein, der weit über das Grödnertal hinaus Signalwirkung hat.

Im Bild: Arno Kompatscher und Daniel Alfreider/c – Oliver Oppitz